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Montag, 24. März 2014, 12:55

Arbeitszeugnis Altenpflegerin

Hallo, es wäre sehr nett wenn ihr mein Arbeitszeugnis beurteilen könntet bzw. mir übersetzt, ich selbst halte es für ziemlich schlecht, was mich sehr verärgert..

"Arbeitszeugnis
Frau xy war vom 2008-2013 in unserer Firma zuletzt als Altenpflegerin beschäftigt.

Frau xy begann 2008 ihre Ausbildung als Altenpflegerin in unserem Unternehmen.

zu Ihrem Aufgabengebiet gehören folgende Tätigkeiten:
Fachgerechte Dokumentation
Individuelle Pflegeplannung erstellen
Fachgerechte durchführung von ärztlich delegierten Maßnahmen
Miteinbeziehung von Angehörigen in die pflegerischen und planerischen Prozesse
Dürchführung geeigneter Maßnahmen bei Notfallsituationen
Mit verantwortlichkeit für die sach- und fachgerechte Lagerung und Verwendung von Medikamenten sowie aller weiteren Hilfsmittel
Einführung, Anleitung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter nach Vorgaben
Überwachung der fachgerechten Ausführung der Aufgaben nachgeordneter Mitarbeiter
Dienstplanerstellung
stellv. Wohnbereichsleitung

Fr. xy kam mit den anfallenden Aufgaben gut zurecht und war bereits nach kurzer Zeit voll einsetzbar. Aufgrund ihrer Fähigkeit, Situationen schnell zu erfassen, konnte sie gute Lösungen finden und in die Praxis umsetzen.
Fr. xy war eine engagierte Mitarbeiterin, die Ihren Arbeitsbereich selbstständig und sorgfalltig ausfüllte. Ihre Tätigkeit verfolgte sie mit persönlichem Interesse und Engagement und erledigte ihre Aufgaben zu unsere vollen Zufriedenheit.
Durch ihre umsichtige Arbeit hat sie zufriedenstellende Erfolge erziehlt. Sie hat gute Leistungen erbracht. Wir waren daher mit ihrem Arbeitserfolg zufrieden.

Ihr Auftreten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern war immer einwandfrei.
Auch ihr verhalten gegenüber unseren Bewohnern war vorbildlich.
Die Trennung erfolgt auf wunsch von frau xy im beiderseitigen Einvernehmen.
Wir danken ihr für ihre leistungen und die angenehme Zusammenarbeit.
Wir wünschen ihr für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Datum
Einrichtung"

Dieses Zeugniss empfinde ich als Beleidigung, das ich Mentorin gemacht (für Azubi und Schüler) habe oder zum Konfliktmanagement (im Team) beigetragen habe, das ich Ansprechpartner für Fragen oder Probleme von den Angehörigen gewesen bin, das ich bereits nach der Ausbildung festangestellt wurde, 2monate später schon stellv. wbl gemacht habe und von ihnen die Weiterbildung zur Pdl finanziert bekommen habe, die Weiterbildung zusätzlich zu meiner vollzeitstelle ohne ins Minus zu kommen erfolgreich absolviert habe, immer eingesprungen bin wenn Not am Man war oder ich häufig auf meinen Urlaub verzichtet habe, Aufgaben übernommen habe die ich hätte gar nicht machen müssen, aber es trotzdem Tat nur um meinen älteren Kollegen die Arbeit abzunehemen, das ich die lieblings Sr. der Bew. war, das ich erst Helfer war, Fehler von andern korrigieren musste die 10 Jahre länger wie ich Berufserfahrung haben, das Arzte mich bei Visiten bevorzugt haben aufgrund meines Fachwissens und meiner freundlichen, ruhigen und hilfsbereiten Persönlichkeit. Das ich für die Bestellungen und die Kennzahlen verantwortlich war, das ich Pflegevisiten gemacht habe, das Papier-Chaos beseitigt habe durch mein aktiven Einsatz, um dem MDK mit seinem Vorstellungen des Qualitätsmanagement gerecht zuwerden, uvm wir kein Ton darin erwähnt! Das ist also der Dank dafür das man sich so den Po aufreist bis man selber schon fast kaputt geht.. Und nur weil ich beruflich das nest verlassen habe, um mich und meine Fähigkeiten weiter zuentwickeln. (deshalb habe ich um einen Aufhebungsvertrag gebeten) Nett das man als Strafe sowas vors Gesicht bekommt.

Die Rechtschreibung kann man grade in die Tonne werfen, Verzeihung aber es kam jetzt einfach rausgeströmt aus meinem Kopf.

Vielen Danke schonmal für eure Einschätzung :)

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Dienstag, 8. April 2014, 21:39

Bewertung Arbeitszeugnis Altenpflegerin

Hallo Klepeba,

trotz des recht frustrierten Kommentars möchte ich Ihnen danken, dass Sie das Arbeitszeugnis dennoch zur Bewertung eingestellt haben. Das spricht nicht nur dafür, dass Sie über das Zeugnis verärgert sind, sondern auch dafür, dass sie sich aktiv mit Ihrer Arbeit und den Ergebnissen auseinandersetzen.

Tatsächlich ist es so, dass Arbeitszeugnisse bei eigenen Kündigungen oder Aufhebungsverträgen oftmals schlechter abgefasst werden, als beispielsweise bei betriebsbedingten Kündigungen seitens des Arbeitgebers. Dazu kommt, dass in vielen, vor allem sozialen Einrichtungen die stilistischen Mittel zum Verfassen eines Arbeitszeugnisses selten umfänglich bekannt sind. So entstehen trotz guter Absichten oftmals auch durchweg schlechte Zeugnisse, die in keiner Weise die Tatsächliche Arbeitsleitung würdigen können.

In Ihrem speziellem Fall empfehle ich Ihnen schon vorab, das Zeugnis überarbeiten zu lassen. Geben Sie dazu Ihre Bemerkungen oder eine eigenen Vorentwurf an den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber ist gehalten, ein für den Arbeitnehmer wohlwollendes und tatsachengerechtes Arbeitszeugnis auszustellen. Im ernsthaften Streitfall können Sie sich auch an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden und über diesen ein ausgewogenes Arbeitszeugnis mit wohlwollendem Tenor einklagen.

Nun zur möglichst sachlichen Bewertung Ihres übermittelten Arbeitszeugnisses.

In der Struktur entspricht das Zeugnis den Anforderungen an ein erweitertes Arbeitszeugnis. Es ist gegliedert in Unternehmens-, bzw. Aufgabenbeschreibung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbeurteilung und Schlussformel.

In der Gesamtschau bewegt sich die Bewertung zwischen "Befriedigend" und "Ausreichend", also 3 bis 4.

Hier einige detailliertere Einschätzungen dazu:

Zitat

Fr. xy kam mit den anfallenden Aufgaben gut zurecht und war bereits nach kurzer Zeit voll einsetzbar. Aufgrund ihrer Fähigkeit, Situationen schnell zu erfassen, konnte sie gute Lösungen finden und in die Praxis umsetzen.
Fr. xy war eine engagierte Mitarbeiterin, die Ihren Arbeitsbereich selbstständig und sorgfalltig ausfüllte. Ihre Tätigkeit verfolgte sie mit persönlichem Interesse und Engagement und erledigte ihre Aufgaben zu unsere vollen Zufriedenheit.

Hier wird Ihre Leistung mit 3 mit einer Tendenz zur 2 bewertet. Dafür sprechen Formulierungen wie "voll einsetzbar", "gute Lösungen", "engagiert" und "volle Zufriedenheit". Um eine klare 2 erreichen zu können hätten hier Verstärker wie "stets", "immer" oder "jederzeit" eingebaut werden müssen.

Zitat

Durch ihre umsichtige Arbeit hat sie zufriedenstellende Erfolge erziehlt. Sie hat gute Leistungen erbracht. Wir waren daher mit ihrem Arbeitserfolg zufrieden.

Bereits hier gleitet das Zeugnis in eine 4 ab, obwohl dies im ersten Moment kaum zu lesen ist. Dafür sprechen aber solche Ausdrücke wie "zufriedenstellend" ohne Verstärker und ähnliche. Lediglich das unverstärkte "gut" kann als 3 bewertet werden.

Zitat

Ihr Auftreten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern war immer einwandfrei.
Auch ihr verhalten gegenüber unseren Bewohnern war vorbildlich.

Die kurze Verhaltensbeurteilung darf mit einer 2 bewertet werden.

In der Schlussformel fehlt leider jeder Ausdruck eines Bedauerns über Ihr Ausscheiden. Damit wird das Zeugnis insgesamt abgewertet. Ihre Leistungen werden nicht noch einmal gewürdigt. Lediglich eine "angenehme Zusammenarbeit" wird beschrieben. Ansonsten wird mit der üblichen Floskel abgeschlossen. Dafür kann es insgesamt eine schlechte 3 oder eine gute 4 geben. Mehr nicht.

Es tut mir leid, dass Ihr Zeugnis nicht besser verstanden werden kann. Dazu habe ich Ihnen bereits eingangs ausführliche Hinweise gegeben.

Dennoch wünsche ich Ihnen viel Glück bei der anstrebenswerten Änderung des Arbeitszeugnisses.


Ihr Zeugnishelfer

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