Sinkende Zahl der Azubis

von Newsredaktion

Ausbildung

Der Blick auf die aktuellen Zahlen zum Thema Ausbildung und Lehre im Betrieb verliert sie immer mehr an Bedeutung. In den letzten Jahren sank die Zahl der Auszubildenden um gut 13 Prozent auf etwa 560.000 Ausbildungsplätze. Dabei gilt das deutsche Ausbildungssystem international als Vorbild.

Zahl der Ausbildungsplätze geht zurück

In einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung ist liegt der Zahl der Ausbildungsplätze bei etwa 600.000. Vor allem im Osten des Landes ist der Rückgang spürbar. Hier bilden immer weniger Unternehmen aus und auch die Bewerberzahlen brechen hier ein. Die Ursachen sind zum einen die geringe Zahl an jungen Menschen, der anhaltende Trend zum Studium und viele freie Stellen, die nicht zum Bewerber passen. Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag klagen über den wachsenden Wettbewerb um künftige Fachkräfte. Für die Unternehmen ist dabei vor allem das Problem, dass mit den fehlenden Auszubildenden auch künftig die Fachkräfte fehlen. Außerdem üben die Gewerkschaften Kritik an den Unternehmen, dass viele Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder mit Migrationshintergrund kaum Chancen hätten.

Starker Rückgang im Osten

Gerade im Osten ist das Angebot von Ausbildungsplätzen dramatisch gesunken, nicht zuletzt auch, weil die die Bevölkerungszahl der Menschen zwischen 15 und 24 Jahren um ein Drittel gesunken ist. Die übrigen Jugendlichen wollen lieber Abitur machen und studieren. So ziehen sich hier viele vor allem kleinere Betriebe aus der Ausbildung zurück. Hier zeigt sich der demographische Wandel besonders stark, während im Westen der Rückgang nicht ganz so auffällig ist. Während in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nur noch fünf Prozent der Betriebe mit höchstens fünf Mitarbeitern Lehrlinge aufnehmen, sind es im Westen gut zehn Prozent.

Chancen für Jugendliche ohne Abitur und mit Migrationshintergrund

Daher sei es wichtig, Jugendliche ohne Abitur und junge Menschen mit ausländischen Wurzeln zu fördern und anzusprechen. Denn vor allem die jungen Menschen mit Migrationshintergrund sind an Bildung, Karriere und Aufstieg interessiert. Eine weitere Umfrage von McDonald’s kam zum Schluss, dass die jungen Menschen dennoch sehr optimistisch sind aufgrund der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. So sehen 71 Prozent der jungen Leute die beruflichen Chancen eher positiv. Viele sind sich ihrer Rolle und Marktmacht bewusst

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