Krank zur Arbeit gehen weit verbreitet

von Newsredaktion

Krank

Neue Umfragen zeigen, dass viele Arbeitnehmer lieber krank zur Arbeit gehen, als sich zu Hause auszuruhen. Viele Mitarbeiter gerade der jüngeren Generation kuriert sich nicht richtig aus oder kommt zur Arbeit, weil sie um ihre Stelle fürchten. Das gilt auch gerade jetzt im Herbst, wenn Erkältungserkrankungen Hochsaison haben.

Umfrage zu Krankmeldungen

In einer Umfrage wurden Arbeitnehmer gefragt, was sie zuletzt getan haben, um nicht arbeiten zu gehen bzw. gehen zu müssen. Forscher wollten klären, wie oft Arbeitnehmer den Vorgesetzten eine Krankheit vorspielen. Das Ergebnis der Umfrage war eindeutig. Sechs Prozent der Befragten gaben an, sie hätten sich krank gemeldet, obwohl sie topfit waren. Weitere sechs Prozent gaben an, sie hätten die Erkrankung dramatischer dargestellt als sie tatsächlich gewesen war. Andere Ausreden nutzen vier Prozent der Befragten. 58 Prozent der Arbeitnehmer gaben jedoch an, ehrlich gewesen zu sein.

Mehr Arbeitnehmer kommen krank zur Arbeit

Auch Forscher der Universität Trier gaben an, dass viele Arbeitnehmer gern blau machen, ohne dies natürlich zuzugeben. Auf der anderen Seite zeigen aktuelle Zahlen, dass viele Beschäftige ins Büro kämen, obwohl sie tatsächlich krank sind oder sie sich wirklich sehr unwohl fühlten. Die Forscher sprechen hier vom so genannten Präsentismus, also der Anwesenheit bei der Arbeit trotz Krankheit.

Krank zur Arbeit aus Angst

Im Stressreport 2012 gaben 36 Prozent der Befragten an, sie seien zuletzt zur Arbeit gegangen, obwohl sie krank gewesen waren. Ähnliche Werte zeigen auch aktuellere Untersuchungen der Krankenkassen. Betroffen seien hier vor allem Mitarbeiter der so genannten Rush-Hour-Generation zwischen 30 und 40, die mit der Doppelbelastung Karriere und Familie zu kämpfen haben und sich daher seltener richtig auskurieren. Das Thema wird zuletzt immer wichtiger, vor allem, weil immer mehr Beschäftigte krank zur Arbeit gehen, weil sie um den Job fürchten oder weil sie die Reaktion der Vorgesetzten und Kollegen (noch) nicht einschätzen können.

Mediziner empfehlen Arbeitnehmern, bei Fieber und starken Schmerzen zu Hause zu bleiben und den Arzt zu konsultieren. Außerdem sollte man bei grippalen und bakteriellen Infekten lieber zu Hause bleiben, wegen der hohen Ansteckungsgefahr.

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