Beruf der Altenpflege falsch eingeschätzt

von Newsredaktion

Altenpflege

Oft sind Berufe mit Vorurteilen belastet oder werden verkannt, falsch eingeschätzt. Nicht selten machen sich junge Menschen falsche Vorstellungen von einem Beruf und meiden ihn daher. Das gilt z.B. für den Beruf der Altenpflege. Was einen Beruf tatsächlich ausmacht, welche Zukunftschancen er bietet, erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick.

Pflege und Verantwortung

Wer an Altenpfleger denkt, hat vor allem Bilder von alten Menschen im Kopf, die gewaschen und gefüttert werden müssen. Die tägliche Verantwortung, Pflege und Versorgung ist natürlich wichtiger Bestandteil des Berufs, doch der Beruf bietet viel mehr Abwechslung und Facetten, als mancher vermutet. Außerdem sind die anspruchsvollen und vielfältigen Aufgaben sowie die zahlreichen Möglichkeiten zur Weiterbildung nicht zu unterschätzen.

In einer Umfrage unter Passanten haben Berufsschüler nun herausgefunden, wie sich die Menschen den Beruf der Altenpfleger vorstellen. Dabei herrschten vor allem Vorurteile und negative Bilder vor. Denn bei der Altenpflege geht es neben der Pflege selbst auch um die Förderung der Patienten. Außerdem sind Altenpfleger Ansprechpartner, Berater, Psychologen, Freunde und nicht zuletzt auch oft die letzten Begleiter in den Tod.

Fundierte Ausbildung

In der Ausbildung geht es um großes theoretisches, vor allem medizinisches Fachwissen. Die fundierte Ausbildung findet zur Hälfte in der Berufsschule statt. Vermittelt werden unter anderem vielfältige Krankheitsbilder, deren Erkennen und Behandeln. Wichtig sind aber auch die Bürokratie, der Umgang mit den Menschen, den Patienten und deren Angehörigen. Denn ohne eine gewissenschafte und genaue Dokumentation geht es in der Altenpflege nicht. So wird festgehalten, welche Behandlungen ein Patient benötigt und welche Fortschritte er macht. Hat der Patient das Frühstück aufgegessen oder verweigert? Stimmen die Blutwerte? Wie ist die Stimmungslage des Patienten? All dies muss dokumentiert werden, um den Patienten optimal helfen zu können.

Vorurteile und schwierige Bedingungen

Für die Ausbildung in der Altenpflege müssen die Nachwuchskräfte Motivation und Spaß an der Arbeit mitbringen. Wichtig sind aber auch die Empathie, der Umgang mit den Menschen und die Bereitschaft zum Schichtdienst, aber auch eigenverantwortliches Arbeiten und eigene Ideen. Derzeit entscheiden sich nur noch wenige Menschen für den Beruf der Altenpflege. Die Ursachen dafür sind nicht nur die Vorurteile. Auch die wachsenden Anforderungen, die immer schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen, Zeitdruck, finanzielle und bürokratische Vorgaben und ein eher durchschnittliches Gehalt schrecken viele ab. Dabei wird der Beruf künftig noch wichtiger werden, wenn man die wachsende alternde Gesellschaft im Blick behält.

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