Plagiate an den Unis

von Newsredaktion

Plagiat

Nach prominenten Fällen von Plagiat wie zu Guttenberg und Schavan werden online weiterhin Fälle von Plagiate untersucht. Längst sind nicht nur prominente Absolventen im Visier von Plattformen wie Vroniplag geraten, sondern auch nicht prominente Studenten. Außerdem wird in München aktuell wieder über eine Verjährungsfrist bei Wissenschaftsbetrug diskutiert.

Weiterhin Suche nach Betrügern

Vor allem für prominente Plagiats-Sünder bedeutet das Abschreiben bei der Doktorarbeit ein Verlust des Renommees, des Titels und einen Karriere-Knick. Auch nach fünf Jahren nach dem Fall Guttenberg sind Vroniplag und andere Plagiat-Jäger in die Tiefe gegangen und suchen unter den unbekannten Studenten nach abgeschriebenen Dissertationen. Jährlich werden rund 25.000 Arbeiten eingereicht, dabei bleiben viele Fälle von Verletzungen des Urheberrechts unentdeckt.

Aktuelle Fälle in München

In München sind aktuell zwei Fälle von Plagiat an der Ludwig-Maximilians-Universität in den Blickpunkt geraten. Digitale Suchprogramme und Lesemaschinen wurden auf die Fälle aufmerksam. Dabei wurden Artikel aus Wikipedia, eine Diplomarbeit sowie ältere Dissertationen herangezogen. In diesem Fall muss die Absolventin jedoch nichts befürchten, da der Fall verjährt ist. Einen gut dotierten Job bei einer Behörde hat sie dennoch aufgegeben. Ähnlich lag die Sache in einem zweiten Fall.

Pro und Contra Verjährung

Daher wird nun diskutiert, ob eine neue Verjährungsfrist an deutschen Unis sinnvoll sein könnte. Diese sollte erfahrungsgemäß bei zehn Jahren liegen, da fünf Jahre wie bisher zu kurz sind, um eine Arbeit kritisch und umfassend mit Blick auf die Fachliteratur zu prüfen. Tatsächlich gibt es bis dato keine einheitliche Regelung zum Thema. Kritiker einer flächendeckenden Verjährungsfrist verweisen darauf, dass für die Berufstätigkeit der Doktorgrad auch bei Ärzten, Anwälten oder Lehrern zwingende Notwendigkeit sei. Außerdem sollte man auch bei Plagiatssündern die spätere Lebensleistung nicht aus den Augen verlieren.

Ob es nun eine Verjährungsfrist für Plagiat gibt oder nicht, das Ansehen der Wissenschaft spielt eine wichtige Rolle.

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