OECD-Bericht zur Bildung in Deutschland

von Newsredaktion

Bildung

Gibt die aktuelle Statistik der OECD tatsächlich den vermeintlich schlechten Bildungstand der jungen Deutschen wider? In dem Bericht heißt es, viele junge Menschen in Deutschland seien schlechter ausgebildet als ihre Eltern. Gibt es hierzulande Bildungsabsteiger? Ein Blick auf die Details.

Vermeintlich schlechte Zahlen

So ist etwa die Bildungsmobilität schlechter als in vielen anderen Ländern. Die Zahlen sprechen eine scheinbar klare Sprache. In Deutschland sind etwa 25 Prozent der Menschen zwischen 26 und 64 Jahren besser ausgebildet als die Eltern, wobei der Durchschnitt in den OECD-Ländern bei etwa 39 Prozent liegt. 18 Prozent der Befragten können eine geringere Qualifikation vorweisen als die Eltern, hier liegt der OECD-Durchschnitt bei 12 Prozent. Wenn man den Blick auf die Berufseinsteiger richtet, werden die Unterschiede noch deutlicher. Arbeitnehmer zwischen 25 und 30 Jahren sind nur zu 19 Prozent besser ausgebildet als die Eltern, 24 Prozent haben einen niedrigeren Abschluss.

Längere Studiengänge

Der detaillierte Blick zeigt jedoch, dass sich diese letzten Werte auf die junge Generation beziehen, die nicht mehr zur Schule geht oder studiert. In Deutschland gibt es nämlich in dieser Altersgruppe viele Menschen, die die Ausbildung bzw. das Studium noch nicht abgeschlossen haben. In der Regel sind hierzulande die Regelstudienzeiten länger als in anderen vergleichbaren Ländern. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Menschen noch einen hohen Abschluss bzw. höherwertigen Abschluss als die Eltern ablegen, ist damit sehr hoch.

Hohes Bildungsniveau in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die OECD selbst erklärt dazu, dass in Deutschland insgesamt das Bildungsniveau sehr hoch ist. Es gibt hierzulande sehr wenige Erwachsene, die kein Abitur oder keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Damit können die Kinder sie auch nicht übertrumpfen. Häufig ist vielmehr in den Familien der Fall, dass viele Akademiker-Kinder oder Meister-Kinder ebenso wie ihre Eltern bereits den höchstmöglichen Ausbildungs- bzw. Bildungsstand erreicht haben bzw. im Begriff sind zu erreichen. Die OECD muss vielmehr anerkennen, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Bildungssystem etwa mit der dualen Ausbildung einen hohen Stellenwert haben und viele junge Menschen vergleichbar gute Chancen haben, im Beruf Fuß zu fassen. Das musste aktuell auch der amerikanische Präsident Barack Obama neidlos anerkennen und lobte etwa die Nähe zur Praxis der Ausbildung.

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