Bundesregierung beschließt Reform des Meister-BAföG

von Newsredaktion

BAföG

Das Kabinett hat eine Erhöhung des Meister-BAföG beschlossen. Bundesbildungsministerin Wanka verspricht ein Millionenprogramm, um den Aufstieg im Beruf zu erleichtern. Damit soll es künftig einige Verbesserungen geben, doch es gibt auch kritische Töne. Ein Überblick.

Aufstiegsmöglichkeiten im Handwerk

Auch in anerkannten Handwerks-Berufen ist heute eine bemerkenswerte Karriere möglich, auch ohne Studium. Wer sich weiterbilden möchte und am beruflichen Aufstieg arbeiten möchte, muss Verdienstausfälle hinnehmen und scheut sich vielleicht daher vor einer Weiterbildung. Daher bietet das Meister-BAföG finanzielle Unterstützung. Davon profitieren vor allem Fachkräfte und Handwerker, die Meisterkurse oder ähnliche Abschlüsse anstreben. Außerdem werden so künftige Handwerksmeister, Industriemeister, Techniker, Fachkaufleute, Betriebsinformatiker und vereinzelt Erzieher gefördert.

Meister-BAföG bisher und die Neuerungen

Seit 1996 wurden bisher Arbeitnehmer mit rund 1,7 Millionen Euro für ihre Weiterbildung gefördert, entweder als Zuschuss oder als Darlehen. So wurden im letzten Jahr über 20.000 Meisterprüfungen erfolgreich absolviert. Bereits 2014 wurden Alleinstehende ohne Kind bessergestellt. Nun soll der Höchstbetrag für Alleinstehende nochmals auf 768 Euro erhöht werden. Maximal werden Kosten für Lehrgänge oder Prüfungen bis 15.000 Euro gefördert. Auch andere Zuschüsse oder Freibeträge werden erhöht. So steigen die Vermögensfreibeträge auf 45.000 Euro. Bisher erhielten die Geförderten bei einer erfolgreichen Abschlussprüfung 25 Prozent Nachlass auf das Darlehen, nun sind es 30 Prozent. Die Neuerungen kosten den Bund bis 2019 geschätzte 100 Millionen Euro.

Kritische Stimmen

Kritiker sehen in dem Erfolgsbonus von 30 Prozent einen zu kleinen Schritt. So hatte der Zentralverband des Deutschen Handwerks auf 40 bis 50 Prozent gehofft, auch als zusätzlicher Anreiz für den Nachwuchs. Auch die Parteien Grüne und SPD sehen die Reform als zu spät und zu geringfügig an. Sie wollen weitere Verbesserungen und wollen die Förderung unabhängig von Einkommen und Vermögen gestalten, damit auch sozial Schwächere von den Neuerungen und Fördermöglichkeiten profitieren können.

In jedem Fall sollen Fachkräfte und künftige Meister und damit die duale Ausbildung von den Reformen profitieren und die Chance bekommen, Familie, Arbeit und Weiterbildung sinnvoll zu vereinbaren.

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