Arbeit für psychisch Kranke

von Newsredaktion

Krank

Krankheit und Gesundheit spielen für die Arbeit, Leistungsfähigkeit und die Arbeitskraft eine wesentliche Rolle. Wer mit bestimmten Diagnosen bewerben möchte, muss damit rechnen, schlechte Chancen zu haben. Dabei würden speziell Menschen mit psychischen Erkrankungen ein normales Arbeitsleben führen.  Denn regelmäßige Arbeitsabläufe und ein struktureller Alltag können gerade für diese Menschen wertvoll und hilfreich sein.

Nur wenige psychisch Kranke werden eingestellt

Aktuell stellen immer weniger Unternehmen Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Auch wenn die Qualifikationen stimmen, sind psychisch Kranke oft mit Ablehnung und Skepsis konfrontiert. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie beziffert, die Zahl der Beschäftigten mit entsprechender Vorerkrankung bei gerade mal zehn bis zwanzig Prozent liegt. Das bedeutet, dass meist nach dem Schulabschluss die Karriere bereits beendet ist, bevor sie richtig anfangen kann. Man muss wissen, dass derzeit ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland psychisch oder schwer psychisch krank sind. Dazu zählen typische Erkrankungen wie Depression, manische Depression und schizophrene Störungen. Betroffen sind wohl bis zu einer Million Menschen.

Leistung und normaler Alltag

Viele der Betroffenen finden Arbeit in Behindertenwerkstätten, so eine aktuelle Studie aus Leipzig. Sie werden meist im Niedriglohnsektor vermittelt. Mit etwas Unterstützung könnte etwa die Hälfte der Erkrankten in „normalen“ Jobs arbeiten, so auch die Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit. Zudem wünschen sich viele psychisch Kranke eine Normalität, einen geregelten Arbeitsalltag. Die Unternehmen fürchten jedoch, diese Mitarbeiter könnten nicht ausreichend leistungsfähig sein. Experten wie Arbeitsmediziner und Psychologen führen an, dass psychische Erkrankungen etwa im Vergleich zu körperlichen Behinderungen kaum einzuschätzen und zu kalkulieren sind. Dies bringt eine gewisse unstete Leistungsfähigkeit mit sich. Dennoch sollten die Qualifikationen nicht unterschätzt werden. Hier können gute Ausbilder und verständnisvolle Arbeitgeber eine Hilfe sein.

Menschen mit emotionaler Intelligenz

Ebenso bescheinigen die Experten den betroffenen Menschen eine besonders hohe emotionale Intelligenz. Auch wenn das Privatleben schwierig sei, seien die Menschen Kämpfernaturen und gäben auf der Arbeit 100% und mehr.  Einfache Maßnahmen erleichtern den psychisch Kranken die Arbeit. Wer sich etwa schwer im Großraumbüro konzentrieren kann, profitiert von Home Office. Flexible Arbeitszeiten können krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren. Menschen psychischen Erkrankungen gelten meist als sehr wertvolle Mitarbeiter, als Rückhalt. Die Erkrankung muss also nicht immer nur als Nachteil gesehen werden.

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