Alkohol unter Studenten: Wie groß ist die Suchtgefahr?

von Newsredaktion

Alkohol

Wer kennt sie nicht, die Klischees von den wilden Studentenpartys mit reichlich Hochprozentigem. Gründe und Anlässe finden Studenten scheinbar immer. Das gehört zum Studentenleben auch dazu. Doch wann wird es zur Sucht, zum Problem und wann ist es einfach die Freiheit des selbstbestimmten Lebens?

Ursachen für die Sucht

Nicht wenige Studenten rutschen in die Alkoholsucht. Laut einer aktuellen Studie von Forschern der Universität Hildesheim gehören allein an dieser Uni 18 Prozent der Studenten zu einer Risikogruppe, alkoholabhängig zu werden. Das liegt vor allem daran, dass Studenten häufiger und mehr trinken als andere Gleichaltrige, die vielleicht bereits im Berufsleben stehen. Das könnte an der ersten eigenen Wohnung, der neuen Freiheit und dem noch unstrukturierten Lebenswandel liegen.

Nicht jeder Student wird süchtig

Gleichwohl halten die Forscher fest, dass nicht jeder suchtgefährdet ist. Wichtig dafür sind drei wesentliche Faktoren: die Persönlichkeit, das eigene Umfeld und die Art der Suchtmittel. Generell sei der Konsum von Alkohol nicht schlecht oder zu verdammen, wie so oft macht aber hier das gesunde Maß den Unterschied. Bei der Umfrage gaben 65 der Studenten an, höchsten einmal in der Woche Alkohol zu konsumieren. Dennoch ist auch unter Studenten exzessiver Alkoholkonsum weit verbreitet.

Alkohol als anerkannte Kulturdroge

Bei Alkohol ist das Problem, dass er als Kulturdroge gilt und damit gesellschaftlich akzeptiert wird. Viele Menschen stufen Alkohol weniger gefährlich ein als andere Drogen. Doch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung rechnet vor, dass derzeit 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig sind, darunter auch viele Studenten, die womöglich aufgrund des Leistungsdrucks und den hohen Anforderungen des Studiums zur Flasche greifen. Verbreitet ist auch ein Gläschen vor Prüfungen, um lockerer und ruhiger zu werden.

Eigene Grenzen und mögliche Hilfe

Wo die Grenzen liegen, weiß in der Regel jeder selbst. Gefährlich wird es, wenn man zum Bier greift, wenn man eigentlich klar im Kopf sein muss und sich die allgemeinen Aktivitäten um den Alkoholkonsum herum ausrichtet. Ebenso kritisch wird es, wenn die Promillezahl steigt und der Konsum regelmäßig wird. Wenn möglich, sollte man sich von Vertrauten oder professionell helfen lassen, wenn man ohne das Bier oder das Glas Wein nicht mehr auskommt.

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