Arbeiten in einer Männer-Domaine: So behaupten Sie sich

Frau

Viele Studien belegen, dass Frauen im Durchschnitt bessere schulische Leistungen erbringen und auch höhere Bildungsabschlüsse erzielen als ihre männlichen Kollegen. Dennoch verdienen Frauen ca. 20 % weniger als Männer in gleicher Position und sind nur selten in den Chefetagen anzutreffen. Nur rund 20 % des Führungspersonals in der Privatwirtschaft ist weiblich. Grund hierfür ist unter anderem, dass es sehr schwierig ist, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Dass Kinderbetreuungsplätze fehlen, ist nichts Neues, jedoch schreitet die Bereitstellung neuer Plätze nur sehr langsam voran. Auch unflexible Arbeitszeiten sowie mangelndes Verständnis des Arbeitgebers für den täglichen Spagat zwischen Beruf und Familie, macht es Frauen schwer, die Karriereleiter hinaufzuklettern.

Nicht nur in den klassischen Männerberufen, auch in den überwiegend männlich besetzten Führungsetagen, haben es Frauen nicht immer leicht. Allzu oft schrecken sie vor den Selbstdarstellungen der männlichen Kollegen, der Ellenbogenmentalität und dem ständigen Machtgerangel zurück. Bescheidenheit und Zurückhaltung gelten als typisch weibliche Tugenden, die jedoch fehl am Platz sind, wenn Sie in die Chefetage aufsteigen wollen. Aus diesem Grund erhalten Sie hier drei wertvolle Tipps, wie Sie sich als Frau gegen Ihre männlichen Kollegen behaupten können:

  1. Melden Sie sich zu Wort
    Viele Frauen sprechen in Meetings kein Wort, weil sie denken, dass das, was sie sagen, von großer Bedeutung sein sollte. Sie grübeln und bevor sie etwas gesagt haben, ist die Besprechung vorbei. Das Dilemma ist, wenn Sie nichts sagen, kennt niemand Ihre Kompetenzen und keiner nimmt Sie ernst. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich zu Wort melden. Egal, ob Sie eine interessante neue These aufstellen oder einfach Ihrem Vorredner zustimmen, bringen Sie sich bei Meetings mit ein.
  2. Sprechen Sie nicht negativ über sich
    Frauen erzählen oft von negativen Erlebnissen, bei denen etwas nicht geklappt hat oder geben zu, etwas nicht zu wissen. Männer hingegen gestehen anderen gegenüber nur sehr selten Fehler ein und wenn, dann lag das Problem auf keinen Fall bei ihnen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Ihren männlichen Kollegen und sprechen Sie nicht ungefragt negativ über sich selbst.
  3. Nehmen Sie sich Prahlhans als Vorbild
    Männer prahlen mit ihren guten Leistungen. Egal ob es ein guter Vertragsabschluss oder die Neugewinnung eines großen Kunden ist, jeder soll es wissen. Männer erzählen ungefragt von ihren tollen Leistungen und tun dies immer und überall. Frauen hingegen erbringen ihre hervorragenden Leistungen still und heimlich. Kein Wunder, dass sie von ihren männlichen Kollegen nicht wahrgenommen werden. Aus diesem Grund, erzählen Sie doch Ihren männlichen Kollegen öfter einmal von Ihren beruflichen Erfolgen.