Logo Zeugnisdeutsch.de
Nezwerkvermarkter Amicella

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum zu Arbeitszeugnis, Bewerbung und Karriere. Wir haben das Bewertungsforum eingestellt und auf unser neues Bewertungsportal Zeugnisbewertung.com ausgelagert. Dort können Sie Ihr Zeugnis anonym per Mail von uns bewerten lassen.

1

Mittwoch, 13. April 2016, 19:35

Arbeitszeugnis Projektmitarbeiterin

Hallo zusammen!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir helfen könntet. Ich habe auf Wunsch ein Dienstzeugnis bekommen, allerdings erscheint es mir etwas mager. Ich habe mit meinem Chef vereinbart, dass ich ein paar Verbesserungen vorschlage.
Ich habe mich bereits etwas in die Materie eingelesen und versucht Verbesserungen vorzunehmen. Daher werde ich jetzt zunächst das Original posten und danach meinen verbesserten Entwurf. Bei meinem Entwurf ist das Problem, dass die Beurteilung mE schon etwas lang ist. Nach meinen Recherchen sollte die Bewertung der Person ungefähr mit der Länge der Aufgabenbeschreibung übereinstimmen. Allerdings habe ich auch gelesen dass bestimmte Merkmale Arbeitsweise, Belastung, Fähigkeit, Können usw. und das Verhalten unbedingt enthalten sein sollten, da ein Weglassen dessen als Mangel erachtet wird (anstatt was negatives zu sagen sagt der AG lieber nichts). ME ist es verdammt schwer, sich nicht zu verstricken, 1. indem man lediglich Floskeln mit Lobpreisungen aneinanderreiht und 2. andere Formulierungen zu wählen, die individueller sind, aber aus denen man einen einen Strick drehen kann.

Mein Ziel wäre eigentlich eine 2 (+) zu erhalten.

Des Weiteren arbeite ich bzw. ziele darauf ab in der IT bzw. Organisationsberatung zu arbeiten. Hier habe ich gelesen, dass es für den IT-Bereich wichtig ist, bestimmte Fähigkeiten und Fachwissen zu betonen. Bin mir allerdings nicht sicher, ob ich das tun sollte, zumal der Beurteilungsteil bereits lang ist.

Über konstruktives Feedback freue ich mich sehr!!!!!

Original:


Frau Xxxx, geboren am xx.xx.xxxx in xxxxxx, wurde am xxxx.2010 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zur Kreisinspektoranwärterin ernannt. Nach Bestehen der Laufbahnprüfung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst am xxxx2013 erfolgte ihre Ernennung zur Kreisinspektorin zur Anstellung unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe.

Während ihrer Ausbildung absolvierte Frau xxx in der Zeit vom 15.06. – 12.08.2013 ein Auslandspraktikum in der Verwaltung XXX City Council, XXX, Australien.

Nach ihrer Ausbildung wurde Frau X im Fachdienst Organisation eingesetzt. Zu ihrem Aufgabengebiet gehörten im Wesentlichen die Mitarbeit bei der Konzeption und Umsetzung der Projekte „Einführung eines hausweiten Dokumentenmanagementsystems (DMS)“ und „Einführung eines Prozessmanagements“ (inklusive Modellierung von Prozessen), die Implementierung und Weiterentwicklung von Workflows in der EGovernment-Suite, die Konzeption und Durchführung von (Kurz-)Schulungsmaßnahmen im Rahmen des DMS sowie die Mitarbeit bei Organisationsuntersuchungen und Strukturierung der Ablauforganisa-tion.

Frau X erledigte die ihr übertragenen Aufgaben stets zur vollen Zufriedenheit. Sie ver-fügte über eine gute Auffassungsgabe und hat mit ihrer Sachkompetenz die anfallenden Aufgaben sicher bewältigt. Ihr persönliches Verhalten war jederzeit einwandfrei. Bei Vorgesetzten und im Kreise der Kolleginnen und Kollegen war sie geschätzt.

Mit Wirkung vom 01.07.2014 wurde die regelmäßige Wochenarbeitszeit von Frau X, zunächst zeitlich befristet bis zum 31.12.2014, auf 37 Stunden und dann in der Zeit vom 15.01.2015 bis 30.09.2015 auf 25 Wochenstunden reduziert, um in ihrer Freizeit ein Studium der Wirtschaftsinformatik in Form eines virtuellen Weiterbildungs-studienganges an der Universität xxxx aufzunehmen. Im Rahmen dieses Studiums erarbeitete sie eine Projektarbeit im Modul Wissensmanagement und analysierte dabei die Einsatzpotentiale von Social Software für den intraorganisationalen Wissenstransfer bei der XXX.

Frau X wurde auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 01.10.2015 zum XXX mit dem Ziel der Versetzung abgeordnet. Für ihren weiteren beruflichen Werdegang wünsche ich alles Gute und viel Erfolg!




Hier meine "verbesserte" Version:
Frau Xxxx, geboren am, wurde am xxx.2010 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zur Kreisinspektoranwärter n ernannt. Nach Bestehen der Laufbahnprü-fung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst am xxxxx2013 erfolgte ihre Ernennung zur Kreisinspektorin zur Anstellung unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe.

Während ihrer Ausbildung absolvierte Frau Xxxx in der Zeit vom 15.06. – 12.08.2013 ein Auslandspraktikum in der Verwaltung xxxxx, Australien.

Nach ihrer Ausbildung wurde Frau Xxxx im Fachdienst Organisation eingesetzt. Zu ihrem Aufgabengebiet gehörten im Wesentlichen die Mitarbeit bei der Konzeption und Umsetzung der Projekte „Einführung eines hausweiten Dokumentenmanagementsys-tems (DMS)“ und „Einführung eines Prozessmanagements“ (inklusive Modellierung von Prozessen), die Implementierung und Weiterentwicklung von Workflows in der EGovernment-Suite, die Konzeption und Durchführung von (Kurz-)Schulungsmaßnahmen im Rahmen des DMS sowie die Mitarbeit bei Organisationsuntersuchungen und Strukturierung der Ablauforganisation.

Im Rahmen einer nebenberuflichen studentischen Projektarbeit im Modul Wissensmanagement analysierte sie empirisch gestützt die Einsatzpotentiale von Social Software für den intraorganisationalen Wissenstransfer bei der Kreisverwaltung Xxxx.

Frau Xxxx verfügt über umfassende und fundierte Fachkenntnisse insbesondere im betriebswirtschaftlich-technologischen Bereich mit Schwerpunkt auf strategische bzw. organisatorische Fragestellungen. Stetig erweiterte Frau Xxxx ihr Fachwissen in eigener Initiative. Dies konnte sie besonders effektiv und erfolgreich im Rahmen der DMS-Einführung und eines Wissensmanagement-Assessments einsetzen. Hervorzu-heben sind ihre präzisen Analysefähigkeiten und ihre hoch entwickelte Fähigkeit, stets konzeptionell und konstruktiv zu arbeiten, sowie ihre immer präzise Urteilsfähigkeit.
Frau Xxxx war sehr motiviert und zeigte ein hohes Maß an Initiative und Leistungsbe-reitschaft. Aufgrund ihrer raschen Auffassungsgabe arbeitete sie sich schnell und sicher in neue Aufgabenstellungen ein. Stets arbeitete Frau Xxxx sehr effizient, zielstrebig und sorgfältig und bewies ein gutes Organisationsgeschick. Frau Xxxx erzielte daher stets beste Arbeitsergebnisse. Eine stets hohe Ausdauer und Belastbarkeit runden ihr Qualifikationsprofil ab.
Frau Xxxx erledigte ihre Aufgaben stets zur vollen Zufriedenheit.

Ihr persönliches Verhalten war jederzeit vorbildlich. Bei Vorgesetzten und im Kreise der Kolleginnen und Kollegen war sie sehr geschätzt.

Frau Xxxx wurde auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom xxxx2015 zum Xxxx mit dem Ziel der Versetzung abgeordnet. Das Ausscheiden von Frau Xxxx bedauern wir sehr und danken Ihr für die geleistete, erfolgreiche Arbeit und jederzeit gute Zusammenar-beit. Für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg wünschen wir ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

2

Donnerstag, 14. April 2016, 07:58

Arbeitszeugnis Bewertung

Guten Tag angie89,

vielen Dank für das Einstellen Ihres Arbeitszeugnisses in unser Forum für Arbeitszeugnisbewertung und für das damit verbundene Vertrauen in unser Angebot. Ihrem Wunsch nach einer beschleunigten Bewertung möchte ich an dieser Stelle gern nachkommen.


Im strukturellen Aufbau entsprechen beide Arbeitszeugnisse offenbar den formalen Anforderungen an ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Ein solches ist gegliedert in




  • Einleitung
  • Unternehmensbeschreibung
  • Aufgabenbeschreibung
  • Leistungsbeurteilung
  • Verhaltensbewertung
  • Schlussformel

Dabei kann jeder Punkt in weitere Unterpunkte gegliedert sein.

Grundlagen für die Bewertung sind



  • die allgemeine Tonalität
  • die Inhalte und Attribute der bewertenden Aussagen
  • die sachliche Richtigkeit und inhaltliche Vollständigkeit innerhalb der einzelnen Bewertungsabschnitte
  • das Verwenden passender Verstärker wie "stets", "immer", "jederzeit" und ähnlicher im Zusammenhang mit bewertenden Formulierungen



Richtig eingesetzte Verstärker machen eine bewertende Aussage uneingeschränkt, zweifelsfrei und sicher. Fehlt hingegen ein Verstärker im Zusammenhang mit einer bewertenden Formulierung, kommt es generell zu einer Abwertung um etwa eine Schulnote. Das trifft auch auf einschränkende oder abwertende Bemerkungen, auf sachlich/inhaltliche Fehler und auf offensichtlich absichtlich ausgelassene Bewertungskriterien zu.

Anhand dieser Bewertungskriterien ist festzustellen, dass die Originalversion hier eher schlechter abschneidet und insgesamt mit "Befriedigend" zu bewerten ist. Dabei beziehe ich mich weniger auf die Länge und inhaltliche Dichte einzelner Aussagen, sondern vielmehr auf den Bewertungsgehalt.

Ihre veränderte Version entspricht eher einem "Gut". In den nachfolgenden detaillierteren Einzelbewertungen werde ich mich daher auf die zweite Version stützen. Anhand dieser detaillierteren Bewertung können Sie entscheiden, ob Sie die zweite Version vorlegen wollen oder noch einzelne Verbesserungen vornehmen möchten:

Zitat

Frau Xxxx verfügt über umfassende und fundierte Fachkenntnisse insbesondere im betriebswirtschaftlich-technologischen Bereich mit Schwerpunkt auf strategische bzw. organisatorische Fragestellungen.

Ihre Fachkenntnisse als wesentliche Leistungsvoraussetzung werden hier als "umfassend und fundiert" beschrieben. Hier bedarf es keines zusätzlichen Verstärkers = 2.

Zitat

Stetig erweiterte Frau Xxxx ihr Fachwissen in eigener Initiative.

Die Weiterbildungsbestrebungen werden als "stetig" und eigeninitiativ beschrieben. Auch dafür eine 2.

Allerdings fehlen mir zu beiden Passagen Aussagen dazu, wie Sie Fachkenntnisse bzw. Weiterbildungserkenntnisse in die tägliche Praxis umgesetzt haben.

Zitat

Hervorzu-heben sind ihre präzisen Analysefähigkeiten und ihre hoch entwickelte Fähigkeit, stets konzeptionell und konstruktiv zu arbeiten, sowie ihre immer präzise Urteilsfähigkeit.

Im ersten Satzteil fehlt zu "präzisen Analysefähigkeiten" ein Verstärker, beispielsweise "jederzeit". Die weiterführenden Aussagen sind mit "stets konzeptionell und konstruktiv" sowie "immer präzise" mit 2 zu bewerten.

Zitat

Frau Xxxx war sehr motiviert und zeigte ein hohes Maß an Initiative und Leistungsbe-reitschaft.

Hier fehlen zu den bewertenden Aussagen durchweg die unterstützenden Verstärker, so dass inhaltlich von 2 auf 3 abzuwerten ist.

Zitat

Aufgrund ihrer raschen Auffassungsgabe arbeitete sie sich schnell und sicher in neue Aufgabenstellungen ein.

Diese Aussage kann mit 2 bewertet werden, wobei ein eingebauter Verstärker die Aussage sichern sollte.

Zitat

Stets arbeitete Frau Xxxx sehr effizient, zielstrebig und sorgfältig und bewies ein gutes Organisationsgeschick.

Ihre Arbeitsweise wird als "stets ... sehr effizient, zielstrebig und sorgfältig" beschrieben = 2. Zu "gutes Organisationsgeschick" fehlt zur Sicherung der Aussage ein Verstärker. Daraus ergibt sich eine leichte Tendenz zur 3.

Zitat

Frau Xxxx erzielte daher stets beste Arbeitsergebnisse.

"Stets beste Arbeitsergebnisse" ist mit 1 zu bewerten.

Zitat

Eine stets hohe Ausdauer und Belastbarkeit runden ihr Qualifikationsprofil ab.

Ihre Belastbarkeit und Ausdauer können mit 2 bewertet werden.

Zitat

Frau Xxxx erledigte ihre Aufgaben stets zur vollen Zufriedenheit.

Die zusammenfassende Leistungsbeurteilung entspricht mit "stets zur vollen Zufriedenheit" einer unmissverständlichen 2.

Zitat

Ihr persönliches Verhalten war jederzeit vorbildlich. Bei Vorgesetzten und im Kreise der Kolleginnen und Kollegen war sie sehr geschätzt.

Die Verhaltensbewertung schätze ich mit 1 ein. Dafür steht die Aussage "jederzeit vorbildlich".

In der Schlussformel sollte die Aussage "erfolgreiche Arbeit" durch einen Verstärker gesichert werden, "jederzeit gute Zusammenarbeit" und "weiterhin viel Erfolg" unterstützen die Gesamtbewertung mit "Gut".

Allgemein weise ich darauf hin, dass für meinen Geschmack im bewertenden Teil zu oft der Verstärker "stets" eingesetzt wird. Hier wäre etwas mehr sprachliche Varietät hilfreich (jederzeit, immer, fortlaufend, ausschließlich, ausnahmslos etc.)

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Arbeitszeugnisbewertung weitergeholfen zu haben.

Ihr Zeugnishelfer

Lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis bewerten:

ZEUGNISBEWERTUNG.COM


3

Sonntag, 17. April 2016, 10:04

Hallo lieber Zeugnishelfer!
Mir hat Ihre Bewertung schon viel mehr Sicherheit gegeben. Vielen lieben Dank und auch nochmal Danke für die grundsätzlichen Erläuterungen.

Laut einem Internetbeitrag dürfen folgende Punkte in keinem Arbeitszeugnis fehlen:
• Arbeitsbefähigung (Können)
• Arbeitsweise (Einsatz)
• Arbeitsbereitschaft (Wollen)
• Arbeitsergebnis (Erfolg)
• Arbeitsvermögen (Ausdauer)
• Arbeitserwartung (Potenzial)
• Herausragende Erfolge oder Ergebnisse

Ist es hier erst einmal relevant in welcher Reihenfolge diese Eigenschaften beschrieben werden? Ich habe bisher das Gefühl, dass dies in Arbeitszeugnissen immer unterschiedlich gehandhabt wird.
Des Weiteren kann ich mit Arbeitserwartung (Potential) nichts anfangen. Haben Sie hier vielleicht eine Idee bzw. ist dieser Punkt überhaupt tatsächlich von Relevanz?
An anderer Stelle habe ich in der Leistungsbeurteilung lediglich Hinweise auf Erwähnung von Kenntnisse, Arbeitsweise und -erfolge des Mitarbeiters sowie Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit gefunden. Ein Weglassen einer dieser Eigenschaften würde laut anderem Ratgeber auf ein Problem hinweisen.

Zur Zuverlässigkeit hatte ich ja nichts explizit erwähnt. Sollte ich dieses noch etwa in der Passage mit der Arbeitsweise (zielstrebig, effektiv, ...) mit reinbringen?

Würden Sie mir eigentlich empfehlen, dass ich die Stundenreduzierung mit dem nebenberuflichen Studium weglassen bzw. umschreibe wie in meiner "verbesserten" Version?

Vielen Dank.

4

Mittwoch, 20. April 2016, 07:37

Kurzantwort

Guten Tag angi89,

im Internet gibt es jede Menge Verlautbarungen über das, was im Arbeitszeugnis vermeintlich sein kann und sein muss. Naturgemäß gibt es dabei auch jede Menge Abweichungen und mehr oder minder kluger Tips. Letztlich ist es aber die Sache der Personaler im Unternehmen, Arbeitszeugnisse auszufertigen. Dabei werden auch nicht selten teilautomatisierte Verfahren eingesetzt.

Wichtig ist, dass ein Arbeitszeugnis der Wahrheit entspricht und möglichst wohlwollend für den Arbeitnehmer ausgestellt wird, das heißt, dass Aussagen im Arbeitszeugnis keine Einstellungshemmnis für weitere Bewerbungen darstellen sollen. Wie das umgesetzt wird, bleibt Sache der Personaler.

Grundsätzlich sind die inhaltliche Anforderungen hier schon korrekt, müssen aber nicht 1:1 umgesetzt werden. Dementsprechend ist auch die Reihenfolge der Abarbeitung dieser Punkte grundsätzlich frei. Bewährt hat sich die Reihenfolge

- Leistungsvoraussetzungen (Berufsbildung, Erfahrung, Weiterbildung etc.)

- Arbeitshaltung, Motivation

- Arbeitsweise

- Belastbarkeit

- Arbeitsergebnisse (Qualität, Quantität)

- avisierte Entwicklungsziele

- zusammenfassende Leistungsbeurteilung

- Verhaltensbewertung

Dabei gilt, je klarer die Aussagen, desto nachvollziehbarer und sicherer sind diese. Eine gewisse Konsistenz innerhalb der einzelnen Aussagen ist immer wünschenswert.

Unter Arbeitserwartung ist vielmehr eine Leistungserwartung zu verstehen. Also was erwartet der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer und wie wurden diese Erwartungen umgesetzt.

Werden tatsächlich relevante Punkte in der Leistungs- oder Verhaltensbewertung ausgelassen, kann das tatsächlich auf bestehende Probleme hinweisen. Sind diese Auslassungen prekär oder sehr deutlich, kann daraus auch eine Abwertung der Gesamtbewertung folgern. Darauf habe ich bereits hingewiesen.

Zuverlässigkeit ist immer ein Zeichen für Leistungssicherheit. Dementsprechend können hier entsprechende Bemerkungen eingearbeitet werden, aber bitte nur mit passendem Verstärker, da sich sonst eine umgekehrte Bewertung ergibt.

Die Stundenreduzierung muss nicht explizit aufgenommen werden. Ein Verweis auf das nebenberufliche Studium reicht völlig aus. Wird hier die Stundenreduzierung explizit erwähnt, könnte das den Eindruck erwecken, dass Sie aufgrund des Studiums nur noch bedingt leistungsfähig waren.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Einlassungen weitergeholfen zu haben.

Ihr Zeugnishelfer

Lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis bewerten:

ZEUGNISBEWERTUNG.COM