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Samstag, 19. September 2015, 10:41

Bewertung Arbeitszeugnis - Elternzeit und keine Schlussformel

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bzgl. meines Arbeitszeugnisses (ist bereits die dritte Version, da es immer wie Streitigkeiten gab. Es wurden zuvor unter anderem Sätze wie "Wir waren von seiner Ehrlichkeit bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses überzeugt" geschrieben!). Was mich an der "aktuellen" Version stört ist einerseits die Erwähnung der Elternzeit und andererseits das Fehlen einer Schlussbemerkung.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Eure Meinung dazu geben würdet und das Zeugnis entschlüsseln könntet.

Vielen Dank im Voraus


Herr XXX, geboren am XX.XX.XX, war vom xx.xx.2014 bis xx.xx.2015 [13 Monate] als Geograph für die [Firmenname] tätig. Während dieser Zeit hat er vom xx.xx.2015 bis zum xx.xx.2015 [8 Wochen ]Elternzeit in Anspruch genommen.

[Firmenbeschreibung]

Herr XXX wurde im Bereich Telekommunikation & Netze im Team Dokumentation eingesetzt. Folgende Aufgaben gehörten zu seinem Tätigkeitsbereich:

- Genaue Prüfung von Unterlagen auf Vollständigkeit, Plausibilität und Richtigkeit
- Dokumentation von linientechnischen Anlagen im Bestandssystem
- Kommunikation, insbesondere telefonisch, mit Baubegleitern und ausführenden Firmen, bei Rückfragen zu eingereichten Unterlagen
- Unterstützung der Teamleitung im Bereich Administration und Monitoring der Projekte
- Vorübergehender Einsatz im Bereich Planung von linientechnischen Anlagen im Bestandssystem
- Unterstützung bei der internen Projektorganisation, Kontaktaufnahme mit dem Auftraggeber und Abstimmungen von Planunterlagen
- Organisation und Koordination von Bewerbungsgesprächen

Herr XXX hat alle ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Er war stets motiviert und zeigte auch in schwierigen Situationen Initiative, großen Fleiß, Eifer und Engagement. Er lieferte qualitativ
und quantitativ sehr gute Ergebnisse. Sein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzen war stets einwandfrei.

Er war ein ausdauernder und gut belastbarer Mitarbeiter, der auch wechselnden Belastungen und Termindruck gewachsen war. Er nahm an Weiterbildungsmaßnahmen teil und setzte sein Fachwissen zur Durchführung
der ihm übertragenen Aufgaben ein.

Herr XXX verlässt uns zum XX.XX.2015 auf eigenen Wunsch.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mr_hummer« (19. September 2015, 20:29)


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Dienstag, 29. März 2016, 12:44

Bewertung Arbeitszeugnis

Guten Tag mr hummer,

vielen Dank für das Einstellen Ihres Arbeitszeugnisses in unser Forum für Arbeitszeugnisbewertung und für das damit verbundene Vertrauen in unsere Dienstleistung. Aufgrund der großen Nachfrage nach dem kostenfreien Angebot kann Ihre Anfrage leider erst heute beantwortet werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Für eine weitere Anfrage nutzen Sie die kostenpflichtige Bewertung. Damit haben Sie die Ergebnisse der Analyse und Bewertung innerhalb kurzer Zeit (1 bis 3 Werktage) vorliegen.

Im strukturellen Aufbau entspricht das Arbeitszeugnis den formalen Anforderungen an ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Ein solches ist gegliedert in



  • Einleitung
  • Unternehmensbeschreibung
  • Aufgabenbeschreibung
  • Leistungsbeurteilung
  • Verhaltensbewertung
  • Schlussformel

Dabei kann jeder Punkt in weitere Unterpunkte gegliedert sein.

In der Gesamtbewertung erteile ich dem vorliegenden Arbeitszeugnis ein "Befriedigend" mit Tendenz zu "Gut". Grundlagen für diese Bewertung sind



  • die allgemeine Tonalität
  • die Inhalte und Attribute der bewertenden Aussagen
  • die sachliche Richtigkeit und inhaltliche Vollständigkeit innerhalb der einzelnen Bewertungsabschnitte
  • das Verwenden passender Verstärker wie "stets", "immer", "jederzeit" und ähnlicher im Zusammenhang mit bewertenden Formulierungen


Richtig eingesetzte Verstärker machen eine bewertende Aussage uneingeschränkt, zweifelsfrei und sicher. Fehlt hingegen ein Verstärker im Zusammenhang mit einer bewertenden Formulierung, kommt es generell zu einer Abwertung um etwa eine Schulnote. Das trifft auch auf einschränkende oder abwertende Bemerkungen, auf sachlich/inhaltliche Fehler und auf offensichtlich absichtlich ausgelassene Bewertungskriterien zu.

Hier einige detailliertere Bemerkungen zu einzelnen Passagen aus dem vorliegenden Arbeitszeugnis:

Zitat

Herr XXX, geboren am XX.XX.XX, war vom xx.xx.2014 bis xx.xx.2015 [13 Monate] als Geograph für die [Firmenname] tätig. Während dieser Zeit hat er vom xx.xx.2015 bis zum xx.xx.2015 [8 Wochen ]Elternzeit in Anspruch genommen.
Die Erwähnung der Elternzeit kann erfolgen, muss aber nicht. Hier sollten Sie mit dem Aussteller des Arbeitszeugnisses ins Gespräch kommen.

Zitat

Herr XXX hat alle ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.
Eingangs der Leistungsbeurteilung wird die zusammenfassende Leistungsbeurteilung vorgezogen. Inhaltlich entspricht diese mit "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" einer klaren 2.

Zitat

Er war stets motiviert und zeigte auch in schwierigen Situationen Initiative, großen Fleiß, Eifer und Engagement.
Diese Formulierungen entsprechen einer 3. Eingangs wird Ihre Motivation nicht weiter bewertet, im weiteren Verlauf fehlen zu den Aussagen die sichernden Verstärker.

Zitat

Er lieferte qualitativ
und quantitativ sehr gute Ergebnisse.
Die Qualität Ihrer Arbeit wird als "sehr gut" bezeichnet. Allerdings fehlt auch hier ein unterstützender Verstärker, so dass mit 2 zu bewerten ist.

Zitat

Sein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzen war stets einwandfrei.
Die Verhaltensbewertung klingt mit "stets einwandfrei" zunächst nach einer 2. Wegen der falschen Reihenfolge "Kollegen und Vorgesetzte" muss jedoch auf 3 abgewertet werden, da sich hier vermuten lässt, dass Ihr Verhalten zu den Kollegen besser war als zu den Vorgesetzten.

Zitat

Er war ein ausdauernder und gut belastbarer Mitarbeiter, der auch wechselnden Belastungen und Termindruck gewachsen war.
Auch hier wird wieder auf die wichtigen Verstärker verzichtet, so dass wiederum eine Abwertung von 2 auf 3 erfolgen muss.

Zitat

Er nahm an Weiterbildungsmaßnahmen teil und setzte sein Fachwissen zur Durchführung
der ihm übertragenen Aufgaben ein.

Ihre Weiterbildungsbestrebungen werden erwähnt, aber in der Umsetzung nicht gesondert bewertet. Auch dafür eine 3.

Die Schlussformel beschränkt sich hier auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Eine Dankesformel mit abschließender Bewertung wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht zwingend. Insofern kann dieser Umstand auch nicht moniert werden.

Allerdings unterstützt der Verzicht auf eine weiterführende Schlussformel auch die Gesamtbewertung mit "Befriedigend".

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Arbeitszeugnisbewertung weitergeholfen zu haben.

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