Weiterbildung bundesweit unterschiedlich genutzt

von Newsredaktion

Weiterbildung

Bei einer Erhebung der Bertelsmann-Stiftung ergaben Umfragen, dass es bei der beruflichen Weiterbildung in Deutschland große Unterschiede in den einzelnen Regionen und Bundesländern gibt. Aktuell bilden sich rund 13 Prozent der Arbeitgeber über 25 Jahren mindestens einmal im Jahr weiter. Jetzt wurde der aktuelle Deutsche Weiterbildungsatlas der Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht.

Schlechte Werte für Bremen und Niedersachsen

Die Ergebnisse dieser Erhebung ergeben ein sehr unterschiedliches Bild mit Blick auf die einzelnen Bundesländer und Regionen. In Niedersachsen z. B. besteht ein geringes Interesse an Weiterbildung. Hier nehmen laut Studie etwa 12 Prozent der Arbeitnehmer an einer Fortbildung teil. Zusammen mit Bremen liegt Niedersachsen damit auf Platz 10 der 16 Bundesländer und damit unter dem Bundesdurchschnitt. Regional liegt hier z. B. das Emsland mit sechs Prozent noch weiter hinten, während Osnabrück mit 14 Prozent über dem Durchschnitt liegt.

Hamburg und Schleswig-Holstein vorne

Ein ähnliches Bild ergibt sich für Mecklenburg-Vorpommern. Hier liegt die Quote bei knapp 12 Prozent. Noch schlechter ist die Quote in Sachsen-Anhalt und im Saarland. In Schleswig-Holstein ergibt sich ein anderes Bild. Hier liegt die Quote bei 14,5 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt. Auch hier bestätigt sich der allgemeine Trend, dass zwischen 2007 und 2012 die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wie Seminaren oder Vorträgen stetig zurückgeht. Hamburg liegt mit 13,5 im Bundesdurchschnitt. Besonders Menschen ohne Berufsabschluss nutzen hier die Möglichkeiten der Weiterbildung. Speziell in Hamburg wurden die Angebote und Möglichkeiten für Fortbildung und Weiterbildung jedoch nicht ausgeschöpft.

Wirtschaftskraft und Qualifikation wichtige Faktoren

Wichtig für die Weiterbildung sind laut Studie die Qualifikation der Arbeitnehmer und die Wirtschaftskraft einer Region bzw. eines Bundeslandes. Demnach nutzten im Allgemeinen vor allem Menschen mit Hochschulabschluss mit 22,5 Prozent eine Weiterbildung, Menschen ohne Abschluss mit etwa 6 Prozent. Im Weiterbildungsatlas wurden Bundesländer, aber auch einzelne Regionen untersucht. Die wirtschaftsstarken Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Bayern lagen mit Werten zwischen 14,8 und 16 Prozent vorne. Dazu wurden in etwa hundert Regionen 800.000 Arbeitnehmer zwischen 2007 und 2012 befragt.

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