Vom Handwerker zum Akademiker

von Redaktion

Es sind die unglaublichsten Karrieren möglich geworden. Sobald der Handwerker den Schritt zum Meister geschafft hat, ist das seine Eintrittskarte zum Studium. Denn wer einen Meisterbrief sein eigen nennt, kann sich an vielen deutschen Hochschulen für jedes angebotene Studienfach bewerben.

Die Kultusministerkonferenz beschloss 2009 den Meister mit der allgemeinen Hochschulreife gleichzustellen. Damit sollte das deutsche Bildungssystem durchlässiger werden. Das kann für einen Handwerksbetrieb wichtig sein, wenn der Meister nämlich ein BWL-Studium anschließt, um im Betrieb in eine Führungsposition zu kommen.

Im Mittelpunkt steht dabei das Portal „studieren-ohne-abitur.de“. Hier finden die Meister mit akademischen Absichten nicht nur eine zentrale Übersicht über 4000 Studienangebote, sondern auch Tipps zum Studium, zu Stipendien und Studienkrediten. Nach erfolgreicher Suche bietet das Portal auch die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme mit den ausgesuchten Hochschulen zur individuellen Beratung an. Bereits zu diesem Zeitpunkt sollte im Beratungsgespräch geklärt werden, ob die Meisterstudenten noch einen Vorschaltkurs zur Anpassung der Kenntnisse brauchen. Gerade in technischen Fächern raten Experten zu diesen Brückenkursen.

Nun stehen Handwerksmeister zumeist gänzlich anders im Leben als Abiturienten. Sie haben oft Familie oder/und einen eigenen Betrieb. Aus der Situation heraus zeigt sich oft das berufsbegleitende Fernstudium als Ideallösung. Das hat allerdings zur Folge, dass man sich selbst motivieren muss, die zugeschickten Studienhefte abends und am Wochenende durchzuarbeiten. Am Ende ist aus dem ursprünglichen Handwerksgesellen ein Akademiker geworden, der mit hohem Know how, Lebenserfahrung und praktischem Basiswissen die Idealkombination für Führungspersonal im Betrieb darstellt.

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