Viele deutsche Arbeitnehmer arbeiten am Abend oder nachts

von Newsredaktion

Nachtarbeit

Vor einigen Jahren lag die Quote der Beschäftigen, die nach 18 Uhr arbeiten mussten, noch bei 15 Prozent, aktuell liegt sie bei 25 Prozent. In vielen Bereichen haben Nachtschichten und auch die Arbeit am Wochenende zugenommen. Das gilt jedoch besonders für bestimmte Branchen und Berufe.

Nachtschichten für Einsatzkräfte oder in der Industrie

Typischer Weise sind Nachtschichten und Wochenenddienste für Berufe in der Pflege, Einsatzkräfte wie Polizei oder Feuerwehr sowie für Berufe wie Nachtwächter bekannt. Spätdienste und Nachtschichten sind aber auch beim Fernsehen, beim Radio, in der Gastronomie  oder in der Industrie gängige Praxis. In einem aktuellen Bericht zur Qualität der Arbeit des Statistischen Bundesamtes heißt es nun zusammenfassend, dass in vielen Branchen abends oder nachts gearbeitet wird und jeder vierte Arbeitnehmer regelmäßig nach 18, 19 Uhr arbeiten muss.

Selbständige arbeiten abends

Auch viele Selbständige bleiben abends häufig länger im Büro. 37 Prozent von ihnen arbeiten oft zwischen 18 und 23 Uhr. Bei anderen Beschäftigen sind es 24 Prozent. Als Nachtarbeit wird generell die Arbeitszeit zwischen 23 und sechs Uhr definiert. Wenn es um diese Nachtarbeit geht, arbeitet jeder zwanzigste Selbständige nachts, bei Angestellten sind es etwa zehn Prozent. Damit hat die Zahl der Arbeit am Abend und in der Nacht in den letzten Jahren stark zugenommen. Damals lag die Quote bei durchschnittlich 13 Prozent, heute liegt sei bei 25, 26 Prozent.

Mehr Arbeit am Wochenende

 Aus Untersuchungen geht auch hervor, dass die Beschäftigen nicht nur länger oder später arbeiten. Viele Angestellte kommen auch am Wochenende ins Büro. 25 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten nach aktuellen statistischen Erhebungen regelmäßig auch am Wochenende. Ein wesentlicher Grund ist hier wohl die Liberalisierung der Öffnungszeiten der Geschäfte. Das heißt jedoch nicht, dass die große Mehrheit der Arbeitnehmer kein freies Wochenende genießen kann. Samstags arbeiten vor allem Selbständige mit Beschäftigen. Die Wochenendarbeit beschränkt sich zudem auf wenige Bereiche, etwa in der Landwirtschaft, im Dienstleistungsbereich, der Gastronomie und der Industrie.

 

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