Viele Chefs demotivieren ihre Mitarbeiter

von Redaktion

Die weitaus meisten Chefs und Vorgesetzten tun sich laut einer Studie nicht nur schwer bei der Motivation ihrer Mitarbeiter, sie scheitern weltweit an dieser Aufgabe.

Nahezu jedem Vorgesetzten ist klar, dass Personalführung hauptsächlich auch Motivationsarbeit ist. Tatsächlich sorgt lediglich rund ein Drittel für ein motivierendes Arbeitsklima. Rund die Hälfte (49 Prozent) der Manager sorgen sogar für eine demotivierende Arbeitsatmosphäre. Viele Chefs haben ihren festen Führungsstil. Stattdessen sollten sie ihren Stil und die Art ihrer Entscheidungen von der jeweiligen Situation abhängig machen. Das stellt Thomas Gruhle von der Hay Group fest, der diese Studie geleitet hat. Aktuell bedienen sich die Führungskräfte folgender Führungsstile:

Direktiv: Der Vorgesetzte gibt Anweisungen und erwartet, dass der Mitarbeiter sie kommentarlos und uneingeschränkt befolgt
Visionär: Der Vorgesetzte entwickelt den Mitarbeiter langfristig und zeigt ihm Perspektiven auf
Zusammenhalt fördernd: Der Vorgesetzte legt viel Wert auf ein harmonisches
Miteinander partizipativ: Der Vorgesetzte legt Wert auf das gemeinsame Entwickeln von Ideen
Perfektionistisch: Der Vorgesetzte erwartet Aufgabenerfüllung auf höchstem Niveau
Coached: Der Vorgesetzte legt Wert auf die berufliche Entwicklung der Angestellten

In Europa wird am Häufigsten vom direktiven Führungsstil gebrauch gemacht Damit erwartet der Vorgesetzte, dass die Mitarbeiter seinen Weisungen uneingeschränkt Folge leisten. Dieser Führungsstil kommt aber, insbesondere bei den jüngeren Mitarbeitern nicht mehr an. Gruhle stellt fest, dass dieser Führungsstil für die Kreativität und Eigeninitiative der Mitarbeiter, die oft gewollt und häufig nötig sind, Gift ist, weil er jegliche Motivation im Keim erstickt“.
 
Gruhle rät dazu, unterschiedliche Führungsstile zu kombinieren. Im Ergebnis aller bisherigen Studien ist der durchdachte Mix an Führungsstilen das Mittel, dass das Unternehmensklima verbessert. Daneben ist eine fühlbare Gerechtigkeit in der Führung der Schlüssel zu Freude und Glück unter den Mitarbeitern. Ein interessanter Nebeneffekt ist dabei, dass Mitarbeiter, die ihre Vorgesetzten für gerecht halten, ihr Unternehmen seltener vorsätzlich schädigen.

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