Top-Manager und ihre Herkunft

von Newsredaktion

Manager

Stammen die meisten Top-Manager tatsächlich aus dem wohlhabenden Bürgertum? Eine aktuelle Studie des manager magazins zeigt jetzt, dass der Sprung in den Vorstand auch Mitglieder der Arbeiterklasse schaffen. Wer es ganz nach oben schaffen möchte, braucht vor allem Durchhaltevermögen, Disziplin und Biss, z. b. im Sport.

Wo kommen die Vorstände her?

In den deutschen Großunternehmen von Dax, M-Dax und Tec-Dax sind laut dieser aktuellen Umfrage Vorstände tätig, die zu 35 bzw. 22 Prozent aus dem Bürger- und dem Großbürgertum stammen, aus der Arbeiterklasse stammen rund 14 Prozent der Vorstände.  Aus der Mittelschicht stammen demnach etwa 29 Prozent. Dies belegt auch, dass die Vorstandsetagen der großen Unternehmen keine geschlossenen, elitären Clubs mehr sind. Doch der große Karrieresprung von unten nach ganz oben gelingt relativ selten. Für die Studie wurden Vorstände aus 138 Unternehmen nach ihrer Herkunft, ihrer Ausbildung und ihrem Werdegang befragt.

Wann wird man Vorstand?

Der Herkunft der Vorstände ist damit mittlerweile vergleichbar mit anderen gesellschaftlichen Eliten wie etwa Justiz oder Verwaltung. Die Top-Manager schotten sich nicht mehr so stark ab. Die Studie zeigt auch, dass die Berufung in den Vorstand bei Mitgliedern des Großbürgertums etwa sechs Jahre dauerte, die Kandidaten der Arbeiterklasse mussten etwa 12 Jahre im Unternehmen tätig sein.

Interessante Hintergründe aus dem Privatleben

Auch wenn es große Unterschiede in der Herkunft und der persönlichen Vita wie der Ausbildung gibt, zeigen sich die Vorstände sehr homogen. Die große Mehrheit von 95 Prozent der Vorstände sind Männer, sind Anfang oder Mitte Fünfzig. Außerdem sind sie häufig verheiratet und haben im Schnitt zwei Kinder. Über die Hälfte der Vorstände hat eine Ausbildung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften, meist ein BWL-Studium, knapp 40 Prozent haben auch promoviert. Auffallend ist dabei auch die schulische Vita vieler Vorstände, denn die große Mehrheit war als Klassensprecher oder Jahrgangssprecher engagiert. Sportlich interessieren sich die meisten Vorstände für Fußball, Tennis oder Skifahren, außerdem werden eigene sportliche Leistungen immer wichtiger.

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