Teilzeitausbildung - nicht wirklich gefragt

von Redaktion

Seit 2005 ist die Teilzeitausbildung fest im deutschen Berufsausbildungsgesetz verankert. Doch auch nach acht Jahren läuft das Ausbildungsmodell schleppend an. Dabei besteht hoher Handlungsbedarf.

Denn von etwa 117.000 jungen Müttern zwischen 16 und 24 Jahren besitzen cirka 47 Prozent keinen Berufsabschluss. Auch bei den jungen Vätern, immerhin 21.000, können 21 Prozent keinen beruflichen Abschluss vorweisen. Zu dem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des Mikrozensus aus dem Jahr 2011.

Teilzeitausbildung – Vorteile für junge Menschen und Unternehmen

Dabei gibt es in Deutschland die Teilzeitausbildung bereits seit 2005, von der alle Beteiligten einen Vorteil ziehen können. Davon ist der Präsident des Bundesinstitutes für Berufsausbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser überzeugt. Schließlich könnte man mit dem flexiblen Ausbildungsmodell Familie und Beruf besser vereinbaren und Unternehmen erhielten verantwortungsbewusste Auszubildende, so Esser.

Nur geringer Anstieg der Neuausbildungsverträge

Doch wirklich will das Programm nicht anlaufen. Im Jahr 2009 waren es etwa 790 junge Menschen, die sich für eine Teilausbildung entschieden haben und stieg 2011 auf rund 1.173 abgeschlossene Verträge. Davon lag der Frauenanteil bei 92 Prozent. Deshalb setzt BIBB in Kooperation mit dem Jobcenter nun auf Aufklärung, um mehr junge Menschen vom flexiblen Ausbildungsmodell überzeugen zu können.

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