Patchwork-Karriere als neues Zukunftsmodell für Arbeitnehmer

von Newsredaktion

Karriere

Der Begriff der Patchwork-Karriere ist ein neuer Begriff in der Arbeitswelt. Vielen ist der Begriff noch unbekannt. Einige Experten sehen darin jedoch ein Modell der Zukunft für die Arbeitnehmer. Was steckt dahinter? Wie kann man das Modell für die eigene Karriere nutzen?

Wandel in der Arbeitswelt

Der derzeitige Wandel in der Arbeitswelt ist unbestreitbar. Noch vor 10, 20 Jahren war es üblich, dass Mitarbeiter viele Jahre, meist auch bis zur Rente, in einem Unternehmen tätig waren. Inzwischen werden häufige Jobwechsel immer mehr zur Regel. Die Loyalität zum Unternehmen verliert an Bedeutung. Vielmehr sind heute kreative, mündige, unabhängige, flexible und eigenständige Mitarbeiter gefragt. Das bedeutet vor allem, dass sich Mitarbeiter immer wieder neue Kompetenzen und neues Fachwissen aneignen müssen. Väter und Großväter konnten auf das Gelernte in der Ausbildung oder währen des Studium verlassen und konnten auf eine unbefristete, langjährige Beschäftigung hoffen. Heute sind ständige Weiterbildungen, Fortbildungen und Jobwechsel alltäglich und unerlässlich. Nicht zuletzt haben derzeit gut acht Prozent der Arbeitnehmer einen Hauptjob und einen Nebenjob.

Vielfältige Ursachen

Die Gründe dafür liegen vor allem in der Globalisierung und in den veränderten Arbeitsmarktstrukturen mit befristeten Arbeitsverträgen, Job-Sharing und flexiblen Arbeitszeiten. Bei der Patchwork-Karriere geht es darum, dass das große, ganze Karrieremuster aus vielen einzelnen Karriereschritten besteht. Dazu gehören Brüche im Lebenslauf, Berufswechsel, häufige Wechsel der Unternehmen und ähnliches. Diese Patchwork-Karriere ist also nicht geradlinig oder kontinuierlich, sondern vielmehr geprägt von diversen Aufgabenbereichen, Nebentätigkeiten und häufige Neu- und Umorientierungen, auch oder gerade branchenübergreifend. Wesentliche Punkte sind dabei die Kompetenzerweiterung innerhalb eines Unternehmens und der Wechsel der Unternehmen.

Vor- und Nachteile

Dies gilt vor allem für internationale Großunternehmen, die Großindustrie, kreative Bereiche, in der Kommunikation und der Medienbranche. Vorteile dieser Patchwork-Karriere sind Abwechslung und Förderung, Veränderungen, breitgefächertes Know-How, mehr Flexibilität und Familienfreundlichkeit. Nachteile sind vor allem die geringe Sicherheit, die regelmäßigen Neu-Orientierungen und Weiterbildungen, was auch anstrengend und aufwändig ist. Wichtig dabei sind für die Mitarbeiter auf jeden Fall Flexibilität, Bereitschaft, Neues zu lernen, Kreativität, umfassendes Know-How, Selbstbewusstsein und Anpassungsfähigkeit.

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