Nur 12 Prozent brechen die Ausbildung vor dem Abschluss ab

von Redaktion

Etwa 12 Prozent der Auszubildenden beenden ihre Ausbildung ohne Abschluss. Aber viele probieren es ein zweites Mal. Damit fällt das Ergebnis des Bundesinstitut für Berufsbild (BIBB) deutlich positiver aus als die Berufsbildungsstatistik, die 2011 bei Ausbildungsvertragslösungen auf 24,4 Prozent kam.

Das Ergebnis der Statistik liegt mitunter daran, dass bei der Untersuchung nicht die Auszubildenden berücksichtigt wurden, die nach einer abgebrochenen Ausbildung es erneut versuchen und das sind immerhin, laut Bundesinstitut für Berufsbild, ein Drittel der Abbrecher. BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser ist mit dem Resultat aus eigenem Hause durchaus zufrieden. In einer Pressemitteilung erklärt Esser, dass die niedrigen Zahlen dafür sprechen, dass die duale Ausbildung ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit des deutschen Ausbildungssystem sind.

Aber die Untersuchung des BIBB deckt weitere Fakten auf. So wird in der Studie deutlich, dass nur 9 Prozent der Auszubildenden mit mittleren Bildungsabschluss ihre Ausbildung vorab beenden. Hingegen liegt die Zahl der Abbrecher mit Hauptschulabschluss bei 18 Prozent. Auch sind es mit 15 Prozent mehr Frauen als Männer (10 %), die vorzeitig die Ausbildung beenden. Häufige Gründe für den Abbruch sind Schwangerschaft und Kinderbetreuung. Doch im Bezug darauf zeigt sich Esser optimistisch. Denn nach Angaben des BIBB-Präsidenten ist die seit 2005 im Gesetz verankerte Teilzeitausbildung eine gute Investition, damit junge Frauen Beruf und Familie vereinen können.

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