Mehr Wirtschaftsboom durch mehr Gleichberechtigung?

von Newsredaktion

Gleichberechtigung

Hat die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt Einfluss auf die Wirtschaftskraft? Dieser Frage geht die Unternehmensberatung McKinsey in einer aktuellen Untersuchung nach und kommt zum Ergebnis, dass sich das für die Wirtschaft auszahlen würde.

Benachteiligung von Frauen

Noch immer sind in den meisten Ländern und in vielen Branchen Frauen benachteiligt, wenn es z. B. um die Bezahlung geht. Doch gerade wirtschaftliche Gründe sprechen nun dafür, sich für die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz stark zu machen. Die Unternehmensberatung McKinsey untersuchte in einer aktuellen Studie verschiedene Indikatoren zum Arbeitsmarkt wie z.B. den Zugang zur Bildung. Dabei wurde vor allem das wirtschaftliche Potenzial der Frauen betont, das derzeit noch nicht voll ausgeschöpft werde. Problem gibt es dabei im Bereich Gewalt gegen Frauen, politische Mitsprache, Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt vor allem in Ländern Südasiens, Nordafrikas oder im Mittleren Osten.

Steigendes Bruttoinlandsprodukt

In der Untersuchung versuchten die Experten zu berechnen, welchen Einfluss die Gleichberechtigung auf das Bruttoinlandsprodukt haben könnte. Wenn die Frauen, die die Hälfte der erwerbsfähigen Bevölkerung ausmachen, gleichberechtigt wären, könnte das Bruttoinlandsprodukt bis 2025 weltweit um bis zu elf Billionen US-Dollar steigen. Im Idealfall einer Gleichberechtigung könnte der Zuwachs bei 28 Billionen US-Dollar liegen, was der aktuellen Wirtschaftskraft der USA und Chinas entspricht.  Um das zu erreichen haben Wirtschaftswissenschaftler die Idee, ähnlich wie beim Emissionshandel Zahlungen festzulegen, wenn Unternehmen zu viele Männer einstellten.

Situation in Deutschland

Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland mit Blick auf die Arbeitswelt im Mittelfeld bzw. im hinteren Bereich des Rankings. Durchschnittlich liegt Deutschland auf Platz 5 im Feld von acht mitteleuropäischen Ländern wie Frankreich Norwegen, Schweden oder Niederlande. Die gesellschaftliche Gleichstellung sei zwar hier sehr günstig, doch am Arbeitsmarkt gibt es nach wie vor Probleme, etwa im Bereich Führungspositionen oder gleichwertige Bezahlung. Dazu sei auch wichtig, dass die Erwerbstätigenquote von Frauen und Männern etwa gleichwertig ist, die derzeit bei etwa 71 bzw. 81 Prozent liegt.

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