Mehr Männer in Erziehungsberufen

von Newsredaktion

Erzieher

Während viele Männer als Lehrer tätig sind, liegt der Anteil der Männer, die als Erzieher in Kitas oder Kindergärten tätig sind, bundesweit bei etwa fünf Prozent. Die Bundesregierung soll daher mit dem Programm Männer in Kitas mehr männliche Erzieher in die Kitas und Kindergärten bringen.

Niedriger Bundesdurchschnitt

Während der Bundesdurschnitt der männlichen Erzieher bei gut fünf Prozent liegt, sind es in einzelnen Kommunen gerade mal ein bis zwei Prozent. Daher wollte die Regierung bereits vor einigen Jahren mit der Initiative Männer in Kitas mehr Männer für den Erzieher-Beruf begeistern, allerdings ohne großen Erfolg. Bis heute sind Männer als Erzieher echte Exoten, der Beruf gilt als ein typisch weiblicher. Trotz bundesweiter Bemühungen von Konzepten zur Berufsorientierung und Öffentlichkeitsarbeit etc. hat sich kaum etwas geändert. Dazu kommt, dass Männer schnell unter Generalverdacht geraten, sich an den Kindern zu vergreifen.

Männliche Bezugspersonen und Rollenklischees

Dabei gehen Experten davon aus, dass auch männliche Bezugspersonen extrem wichtig für Kinder sind. Allein durch das unterschiedliche Verhalten beeinflussen Erzieher die Kindererziehung positiv und ergänzen sie, was für Kinder sehr wertvoll ist. Nach wie vor gilt die Erziehung gesellschaftlich als Frauensache, sowohl zu Hause wie auch in Kitas oder Kindergärten. Schnell greift man dabei zu den Klischees, dass die Erzieherinnen lieb und nett sind, singen, spielen und basteln, die Erzieher mit den Kinder herumtollen und toben. Dagegen wehren sich Erzieher wie Erzieherinnen vehement, zu Recht. Dabei darf man nicht vergessen, das inzwischen ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz bzw. Kindergartenplatz für Kinder unter drei Jahren besteht. Das heißt, es wächst damit der Bedarf an Betreuungsangeboten und mehr Personal. Das ist eine Chance für Männer, denn viele Kommunen suchen händeringend qualifiziertes Fachpersonal.

Hohe Qualifikation

Dabei täuscht die geringe Quote der Männer über deren hohe Qualifikation. Denn oft sind sie sogar besser ausgebildet als die Frauen. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte dazu mit, dass die Männer wesentlich häufiger über einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss als die Frauen verfügten. Die Männer sind zudem häufiger im LEistungs- und Verwaltungsbereich tätig sowie gruppenübergreifen, während die einzelnen Gruppen meist von Frauen geleitet werden. In der Tat scheint der Erzieher-Beruf auf wachsendes Interesse zu stoßen, denn im die Ausbildungsquote steigt. Zudem soll ein neues Projekt des Bundesfamilienministeriums Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas den Erzieherberuf fördern, auch für Quereinsteiger.

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