Mehr Frauen in der Wissenschaft

von Newsredaktion

Wissenschaft

In der Wissenschaft steigt der Anteil der Frauen, das wirkt sich auch auf die Themenvielfalt aus. In einer aktuellen Studie zeigt sich, dass Wissenschaftlerinnen dennoch weniger publizieren als männliche Kollegen. Die Studie zeigt, dass mehr Frauen der Wissenschaft gut tun.

Mehr Frauen in den Wissenschaften

Derzeit liegt der Frauenanteil in der Wissenschaft durchschnittlich bei etwa 30 Prozent, 70 Prozent der Wissenschaft ist männlich. Doch derzeit ist eine Veränderung spürbar. Viele Bereiche der Wissenschaft sind nach wie vor von Männern dominiert, doch der Frauenanteil steigt langsam. Dazu kommt, dass Frauen das wissenschaftliche Forschungsspektrum und die Themenbereiche erweitern, weil sie sich häufig spezielle Nischen suchen. Eine Studie hat untersucht, wie sich die Geschlechterverhältnisse auf die Wissenschaft auswirken.

Neue Themen der Wissenschaftlerinnen

Dabei zeigt sich unter anderem, dass Frauen allgemein weniger veröffentlichen und dadurch seltener zitiert werden. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen gibt es häufig enge Verbindungen zwischen den männlichen Wissenschaftlern. Frauen suchen sich zudem häufig neuere oder unbekanntere Themen, sodass es eine Zeit dauert, bis diese Themen als relevant anerkannt werden. Generell veröffentlichen Frauen seltener, in leitenden Positionen ist der Anteil zwischen Männern und Frauen ausgeglichen. Anders sieht dies in von Männern dominierten Fächern wie Maschinenbau,  Physik oder Astronomie aus. Überraschender Weise veröffentlichen hier überdurchschnittlich häufiger und oft mehr als die männlichen Kollegen. Das liegt wohl daran, dass sich hier Frauen besonders beweisen müssen oder wollen.

Regionale Unterschiede

Auch die regionalen Unterschiede sind deutlich. In Schleswig-Holstein etwa liegt der Frauenanteil in der Wissenschaft bei gut 40 Prozent, Thüringen liegt bei 32 Prozent. Während der bundeswerte Durchschnitt etwa bei 30, 31 Prozent liegt, sind in anderen Ländern viel mehr Frauen in der Wissenschaft tätig, etwa in Lettland, wo es 52 Prozent Wissenschaftlerinnen gibt.

Bei einer Umfrage der Max-Planck-Gesellschaft zeigte zudem, dass viele Frauen ihre Chancengleichheit und die Nachwuchsförderung schlechter bewerten als die Männer. Zwei Drittel der Frauen hegten Zweifel an ihrer Qualifikation bzw. ihrer Eignung, bei den Männern waren es 55 Prozent.

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