Maßnahmen gegen Analphabetismus

von Newsredaktion

Analphabetismus

Aktuelle Studien befassen sich derzeit mit dem Thema Analphabetismus in Deutschland. So können etwa 7,5 Millionen Menschen kaum Lesen und Schreiben. Nötig wären der Studie zur Folge Förderprogramme in Milliardenhöhe, um auch Erwachsenen Lesen und Schreiben zu vermitteln. Denn gerade Erwachsene sind schwer zu erreichen.

Phänomen Analphabetismus

Unter den derzeitigen Flüchtlingen sind sicherlich auch einige Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die weder lesen noch schreiben können. Doch das Problem besteht nicht nur in Krisenregionen oder Ländern der so genannten Dritten Welt, auch mitten in Deutschland gibt es unzählige Menschen, die nicht oder allenfalls auf dem Niveau eines Grundschülers – so genannte funktionale Analphabeten - lesen und schreiben können. Aktuelle Erhebungen gehen von 7,5 Millionen Mitbürgern aus. Von verschiedener Seite werden daher verschiedene Maßnahmen gegen den Analphabetismus gefordert. Denn jeder fünfte Erwachsene gilt hierzulande als Analphabet. Einschneidende Erlebnisse wie die Einschulung der Kinder oder familiäre Probleme wie Trennungen zwingen die Betroffenen häufig, nach langer Zeit einen entsprechenden Kurs an der Volkshochschule zu besuchen. Wie können sie das Versäumte nachholen?

Milliardenschweres Projekt

Investitionen in Milliardenhöhe, eine strategische Bildungsoffensive wird nun auch vom Bildungsministerium gefordert und vorangetrieben. Eine Untersuchung zeigt, dass jährlich etwa 40 bis 50 Milliarden Euro notwendig wären, um allen Menschen (Schul-)Bildung, Ausbildung und damit später auch Berufschancen zukommen zu lassen. Dazu gehören bereits die frühkindliche Bildung, das Schulsystem und etwa die Weiterbildung von Menschen ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung. Dies wäre ein Weg, um den Fachkräftemangel langfristig zu beheben. Allein der Staat ist mit diesem Mammut-Projekt überfordert. Hilfestellung müsste auch von Investoren, Versicherungen oder Stiftungen kommen.

Kurse für Erwachsene

Bei vielen Erwachsenen, die als Analphabeten einzustufen sind, spielt die Scham mit. Es schwierig, diese Menschen anzusprechen. Oft ist die Hemmschwelle sehr groß, um Hilfe zu bitten, daher braucht es oft einen Einschnitt im Leben, wie oben erwähnt. Wichtig sind dabei auch passgenaue Programme und Kurse zum Selbstlernen. Doch meist fehlt den Betroffenen die Zeit, weil die Familie, insbesondere Kinder, versorgt werden muss und der Job den Lebensunterhalt sichert. In vielen Bereichen helfen Kollegen den Betroffenen, hilfreiche Tricks wie Markierungen bei Putzmitteln etc. helfen den Betroffenen vermeintlich.

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