Manager aus den eigenen Reihen

von Redaktion

Wenn Unternehmen wegen einer Krise oder altersbedingten Ausscheidens einer Top Kraft nach Ersatz suchen, dauert die Entscheidungsfindung oftmals bis zu neun Monaten.

Bei dieser Suche wird oft nur im Außenverhältnis gesucht. Das wird den eigenen Mitarbeitern aber oft nicht gerecht. Gerade im Innenverhältnis gibt es oft sehr gutes Potential zur Besetzung der Top Plätze eines Unternehmens. Diese Tatsache wird oft ausgeblendet oder kräftig unterschätzt.

Die Geschäftskrise eines Unternehmens bekommt sowohl innen als auch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit rasch ein Gesicht. Es ist zumeist das Gesicht eines der Top – Manager. Hier ist es aber legitim und in seltenen Fällen gelebte Praxis, dessen Stellvertreter oder einen anderen potentiell geeigneten Nachfolger aus den eigenen Reihen zu ernennen. Ein solcher „leiser“ Übergang ist auch nicht ohne Presse und Druck von Außen möglich. Trotzdem steht er politisch wie wirtschaftlich für Schadensbegrenzung und den oft so wichtigen Turnaround Effekt der Unternehmensrichtung.

In den weitaus meisten Fällen sucht fast jeder zweite Konzern lange Monate im Außenbereich, bevor die offene Stelle der oberen Managementebenen besetzt werden kann. Bei diesen Personalien geht die Suche nach Nachfolgern oft auch in andere Länder. Dabei darf man auch in der globalisierten Welt von heute die Sprache nicht unterschätzen. In vielen Unternehmen wird immer noch ausschließlich Deutsch gesprochen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Interne Bewerber sollten ernsthaft geprüft werden.

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