Krisenzeiten in der Solarbranche - tausende Mitarbeiter müssen um ihren Job bangen

von Redaktion

Die deutsche Solarbranche steckt tief in einer Krise. Vom Aufschwung der vergangenen Jahre ist nicht mehr viel zu spüren. Insolvente Solarunternehmen, geschlossene Fabriken und Arbeitslosigkeit sind das Resultat. Besonders in den neuen Bundesländern drohen tausenden Menschen der Jobverlust.

Dabei bedeutete der Boom in der deutschen Solarbranche ein langersehnter Aufschwung in den neuen Bundesländern. Investitionen in Milliardenhöhe ließen neue Fabriken zur Produktion und gleichzeitig neue Jobs entstehen. Doch nun treibt die Krise in der Solarbranche immer mehr Unternehmen zum Ausstieg und tausende Menschen müssen um ihren Job bangen. Allein im vergangenen Jahr sind bundesweit 20.000 Stellen in der Branche gestrichen worden.

Besonders schlimm sind die Regionen um Frankfurt an der Oder, Bitterfeld, Dresden und Arnstadt bedroht. Ein Beispiel dafür ist die Bosch Solar AG in Arnstadt, die erst vor zwei Jahren eröffnet wurde, aber schon jetzt über eine Schließung nachdenken muss. Würde die Bosch Solar AG wirklich ihre Werkstore schließen, würden insgesamt etwa 3.000 Jobs auf dem Spiel stehen. Laut des Wirtschaftsministerium in Thüringen wären das ein Viertel aller Arbeitsplätze der Region.

Wirtschaftsexperte Matthias Brachert vom Institut für Wirtschaftsforschung in Halle sieht hingegen optimistischer in die Zukunft. Nach Meinung von Brachert haben die neuen Bundesländer inzwischen eine breit aufgestellte Wirtschaft, sodass die hohe Zahl der Jobverluste in der Solarbranche durchaus aufgefangen werden könnte.

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