Hochbegabte haben es oft schwer

von Redaktion

Hochbegabte ticken tatsächlich anders als „Normalbegabte“. Bei aller Brillanz der Fähigkeiten ecken Hochbegabte im Unternehmen oft an. Sie sind zu schnell, irritieren damit die Kollegen und werden von Chefs als Rivalen wahrgenommen.

Als hochbegabt gilt, wer mit einem Intelligenzquotienten (IQ) von 130 und mehr aufwarten kann. Das betrifft nur (oder immerhin) rund zwei Prozent der Gesamtbevölkerung. Rein rechnerisch arbeiten danach allein bei Volkswagen mehr als 9000 Hochbegabte. Interessanterweise ist das meist weder den Unternehmen noch den Betroffenen bewusst.

Brillantes Fachwissen kann Hochbegabten sogar zum Verhängnis werden. Psychologen beobachten oft, dass sie wie eine Rakete aufsteigen und umso heftiger auch wieder abstürzen. Sie gehen davon aus, dass nur ihre Fachkenntnisse zählen, und übersehen die Bedeutung von gruppendynamischen Machtspielen. Viele Hochbegabte wollen prinzipiell gar keine Führungspositionen einnehmen. Dieser Personenkreis betrachtet das Lösen komplexer Aufgaben gleichsam spielerisch wie das Lösen eines Kreuzworträtzels. Es macht ihnen einfach Spaß ohne damit ein Ziel zu verfolgen.

Hochbegabte müssen oft lernen, mit ihren Defiziten in der sozialen Kompetenz umzugehen. Viele von Ihnen reagierten überaus empfindlich auf Kritik. Manche suchen daher auch einen Ausgleich außerhalb des Jobs: Sie studieren nebenbei oder engagieren sich in Vereinen. Manchmal ist es auch eine Frage der Perspektive. Als kleines Rad im Getriebe ist der Hochbegabte oft der Besserwisser und „Klugsch….r" Kommen dieselben Ideen aus dem Vorstand, sind solche Ideen anregend oder gar visionär.

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