Große Mehrheit der Flüchtlinge bricht Ausbildung ab

von Newsredaktion

Ausbildung

Wie die Bayrische Handwerkskammer nun mitteilte, brechen gut 70 Prozent der Flüchtlinge ihre Ausbildung wieder ab. Dafür gibt es verschieden Gründe, aber auch Lösungsansätze. Ob die Integration der Flüchtlinge erfolgreich ist, hängt auch davon ab, ob sie rasch einen Arbeitsplatz finden.

Chancen durch und für Flüchtlinge

Gerade die Arbeitgeberverbände verweisen immer wieder auf die Chancen, die die Flüchtlinge bedeuten. Wenn Sie einen Job finden, eine Ausbildung bzw. ein Studium absolvieren und die deutsche Sprache lernen, könnte das unter anderem die Probleme des Fachkräftemangels und des demographischen Wandels der Gesellschaft lösen. So sind viele Führungskräfte offen für Flüchtlinge und teilen den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel der offenen Grenzen ohne Begrenzung der Flüchtlinge, die vor Gewalt und Krieg fliehen. Dennoch ist unklar, wie genau die Flüchtlinge qualifiziert sind und wie sie zeitnah integriert werden können, auch oder gerade auf dem deutschen Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft. Bundesarbeitsministerin Nahles warnte daher bereits vor geraumer Zeit vor steigenden Arbeitslosenzahlen im nächsten Jahr, weil nicht jeder Flüchtling so schnell erfolgreich vermittelt werden kann.

Flüchtlinge, die Ausbildung abbrechen

Dazu mahnte auch die Bayrische Handwerkskammer an, dass man die Flüchtlinge auch während der Ausbildung nicht allein lassen dürfe. So brechen gut 70 Prozent der Flüchtlinge aus Ländern wie Afghanistan, Syrien oder Irak, die bereits seit 2013 in Deutschland sind und eine Ausbildung begonnen hatten, die Ausbildung wieder ab, während allgemein etwa 25 Prozent aller Lehrlinge die Ausbildung abbrechen. Um den Flüchtlingen zu helfen, sollen die Ausbildungsleiter speziell geschult werden. Als Ursachen machen die Handwerkskammer vor allem schlechte Sprachkenntnisse sowie der relativ niedrige Lohn während der Ausbildung aus. Viele Flüchtlinge erhoffen sich schnell viel Geld aufgrund der guten Wirtschaftslage Deutschlands, um so die Familien in der Heimat unterstützen zu können.

Steuererhöhungen befürchtet

Wirtschaftsexperten befürchten, dass Deutschland nicht auf eine enorme Zahl von Flüchtlingen von mehr als einer Million vorbereitet ist, und rechnen mit Steuererhöhungen. Die könnten ausbleiben, wenn die Flüchtlinge möglichst schnell auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen und die Integration gelingt. Dies sei umso wichtiger, da es bereits aktuell Hunderttausende unqualifizierte Arbeitslose gebe. Zu finanzieren sei dies langfristig nur durch Steuererhöhungen.

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