Generation Y: wirklich zu anspruchsvoll als Berufseinsteiger?

von Newsredaktion

Generation

Die so genannte Generation Y gilt als anspruchsvoll und Arbeitnehmer, die den Unternehmen die Konditionen diktieren. Tatsächlich befinden sich viele junge Berufseinsteiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Generation Y mit Forderungen

Angeblich sind die jungen Berufseinsteiger, die als Generation Y oder Ypsiloner bezeichnet werden, sehr selbstbewusst und sehr flexibel. Sie wissen, was sie wollen. Im Bewerbungsgespräch stellen sie selbstbewusste Forderungen nach selbstbestimmten Arbeitszeiten, Home Office, regelmäßiger Freizeit. Personalchefs müssen sich um die Nachwuchskräfte regelrecht bemühen. Der Wettbewerb um Talente hat begonnen. 

Harte Realität der Zeitverträge

Doch leider sieht die Realität anders aus. Vielmehr haben die jungen Berufseinsteiger nicht nur gegen diese Klischees zu kämpfen, sondern auch mit der neuen Härte der Arbeitswelt. Der Berufseinstieg ist heute vergleichbar schwerer als noch vor einigen Jahren. Von den Berufstätigen im Alter unter 25 Jahren haben knapp ein Viertel der Beschäftigten lediglich einen Zeitvertrag. Bei den Beschäftigten zwischen 25 und 35 Jahren sind es noch gut 13 Prozent. Deutschland belegt damit international eine traurige Spitzenposition. Denn laut OECD sind derzeit nur noch in den Niederlanden ähnliche Werte der Befristungsquote der Arbeitsverträge junger Beschäftigter zu finden.

Ungewissheit und Generation der Krise

Experten sprechen von einer Umverteilung von Beschäftigungsrisiken hin zu jüngeren Beschäftigten. Auch die Jugendforschung spricht von einer Generation der Krise. So sind viele junge Menschen in einer schwierigen Zeit aufgewachsen, konkret zwischen den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und den aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrisen. Dazu kommt das Gefühl, dass das Berufsleben nicht mehr planbar oder verlässlich ist. Das wirkt sich auch auf das Privatleben und etwa auf die Familienplanung aus. So müssen viele junge Menschen mit der Erfahrung aufwachsen und ins Berufsleben starten, dass es ungewiss ist, ob man nach Schule und Ausbildung einen guten Job finden kann.

 

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