Elitetreff im WWW

von Redaktion

Zum Thema Jobqualifizierung kommt ein neuer Trend aus den USA auf uns zu. Es sind Open Online Courses. Das sind Vorlesungen, die über das Internet verbreitet werden und die Massen begeistern.

Es gilt bereits als Massenveranstaltung, wenn in deutschen Hörsälen über 1000 Studenten gemeinsam eine Vorlesung verfolgen. Es sind besondere Vorlesungen, die die klassischen Unistrukturen schlicht überfordern. Einige „Macher“ haben nun aber gänzlich andere Dimensionen im Kopf, die einen gut gefüllten Universitäts– Hörsaal zum gemütlichen Beisammensein degradieren. Der Informatik-Professor Sebastian Thrun von der US-Universität Stanford zum Beispiel lud zu seiner Einführung in die künstliche Intelligenz in eine Online-Vorlesung im Netz ein.

Beeindruckende 160.000 Studenten meldeten sich daraufhin an. Stolze 23.000 lauschten der Vorlesung bis zum Ende und versuchten sich an einem Online-Abschlussexamen. Diese auffällige Zahl stellt mehr Studenten dar, als in Stanford insgesamt eingeschrieben sind.

Massive Open Online Courses (MOOC) heißen Online-Lehrveranstaltungen, mittels derer erfolgreiche Professoren statt ein paar hundert Zuhörer gleich Hunderttausende Wissenshungrige erreichen können. Der Initiator finanzierte den Start mit rund 300.000 Dollar aus der eigenen Tasche. Bereits ein Jahr später sammelte er 15 Millionen Dollar Risikokapital vom US-Investor Andreessen Horovitz ein. Es ist eine Revolution an den Universitäten im Gange. Klar ist damit aber auch, dass sich ein harter Wettbewerb der Professoren der US-Eliteuniversitäten im Internet abzeichnet.

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