Der demografische Wandel erreicht die Arbeitswelt

von Redaktion

Es gab Zeiten, da wurden ältere Arbeitnehmer noch vor Eintritt des regulären Rentenalters aus den Betrieben komplementiert. Die Werkzeuge dafür hießen Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen usw. Die älteren Mitarbeiter rücken zunehmend stärker in den Focus der Personalchefs.

Das Know how und die Zuverlässigkeit der älteren gewinnt auch durch den zunehmenden Mangel an Fachkräften an Bedeutung. Forderung und Förderung (Weiterbildung) der Älteren tritt zunehmend an die Stelle von Entlassung und Vorruhestand. Nahezu 20 Prozent der Betriebe, in denen Ältere beschäftigt sind, führen fördernde Personalmaßnahmen durch. Neben der Bildungsförderung steht aus gutem Grund auch die Förderung bzw. der Erhalt der Gesundheit auf der Agenda dieser Arbeitgeber. Vorsorgeuntersuchungen, Rückentraining und Angebote von rückenschonenden Maßnahmen am Arbeitsplatz werden den Arbeitnehmern seitens des Arbeitgebers angeboten. Als Ergebnis auch dieser Tendenz steigt in Summe die Erwerbsquote älterer Mitarbeiter. Die Erwerbssituation im Kreis der älteren Arbeitnehmer erlebt sein einigen Jahren eine insgesamt positive immer stärker werdende Entwicklung.

Bemerkenswert kräftig fiel diese Tendenz der zunehmenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Kreis der 60- bis unter 65-Jährigen aus. Deren Beschäftigungsquote ist zwischen 2001 und 2012 von 11,6 auf 27,5 Prozent gestiegen. Das ist mehr als eine Verdopplung. Damit begegnen die Betriebe auch dem drohenden Facharbeitermangel, der bereits spürbar wird und in Zukunft einen echten betriebswirtschaftlichen Faktor ausmachen wird. Die Beschäftigung der Älteren bringt da greifbare Vorteile für beide Seiten.

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