Befristet Beschäftigte werden oft übernommen

von Redaktion

Eintritt in ein Unternehmen bekommen immer mehr neue Mitarbeiter einen befristeten Vertrag. Fast 40 Prozent dieser Verträge werden nach einem Jahr entfristet.

In der Praxis bedeutet das oft Anschlussverträge. Im Jahr 2009 kamen „nur“ 30 Prozent der befristet eingestellten Mitarbeiter in diesen Genuss. Das ergab jüngst eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Alltag des Berufslebens nimmt die Anzahl der entfristeten Zeitverträge weiter zu.

Die Zahl der befristeten Neueinstellungen ging in 2012 auf rund 44 Prozent leicht zurück. Damit setzt sich ein Trend fort, denn im Krisenjahr 2009 wurde noch jeder zweite neue Job auf Zeit geschlossen. Für nicht Wenige ist allerdings nach Ablauf der Vertragslaufzeit komplett Schluss mit dem Job, auch wenn diese Zahl in der Tendenz leicht sinkt. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden allerdings 28 Prozent aller Zeitverträge weder verlängert noch entfristet. 2009 waren es noch 37 Prozent.

Die Befristung von Arbeitsverträgen betrifft Arbeitnehmer in allen Branchen, Berufs- und Altersgruppen. Firmen setzen vor allem bei Neueinstellungen auf Befristung, um so mehr Spielraum zu haben. Diese Art der Probezeit kann durch eine Befristung ohne Grund sozusagen auf zwei Jahre verlängert werden. Das bringt den Arbeitgebern Flexibilität. Jobeinsteiger und Quereinsteiger finden auf diesem Weg eine Chance und können sich beweisen. Eigentlich eine Win/Win Situation.

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