Arbeitskosten steigen nur langsam

von Newsredaktion

Arbeitskosten

In einem speziellen Index werden die Arbeitskosen berechnet. Sie setzen sich aus dem Bruttoverdienst und den Lohnnebenkosten zusammen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nun mittteilte, stiegen die Arbeitskosten in Deutschland nur langsam an, im Vergleich zum Vorjahr um gut zwei Prozent.

Langsam steigende Arbeitskosten

So legten konkret die Lohnnebenkosten von Juli bis September des Jahres um 2,5 Prozent zu, die Arbeitskosten stiegen am Anfang des Jahres um 3 Prozent. Der durchschnittliche Bruttoverdienst stieg indes um 2,3 Prozent. Damit fiel die Kostensteigerung in Deutschland höher aus als im Vergleich zum EU-Durchschnitt von knapp zwei Prozent. Die Wachstumsraten fielen in Lettland mit 7,9 Prozent, in Rumänien mit 7,7 Prozent und in Bulgarien mit 6,8 Prozent am höchsten aus. Im krisengeplagten Land Griechenland sanken die Arbeitskosten um 2,9 Prozent, ebenso sanken die Kosten in Italien und auf Zypern. In Frankreich fiel der Anstieg mit 1,5 Prozent moderat aus.

Was sind die ARbeitskosten

Die Arbeitskosten errechnen sich aus den Kosten, die für die Unternehmen für den Einsatz der Mitarbeiter anfallen. Dazu gehören die Gehälter und Löhne für Angestellte bzw. Arbeiter als Arbeitsgrundkosten sowie die gesetzlich, tariflich oder arbeitsvertraglich festgelegten Lohnnebenkosten oder auch Personalzusatzkosten. Dazu gehören die Sozialversicherungen, vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Fahrtkostenzuschüsse, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Arbeitskosten und Beschäftigung

Die Arbeitskosten spielen eine Rolle bei der Beschäftigung. Wenn die Arbeitskosten über das Niveau der Arbeitsproduktivität steigen, sind Rationalisierungen des Unternehmens in Form von mehr Kapitaleinsatz und Arbeitsplatzabbau die Folge. In Deutschland sind die Arbeitskosten vergleichsweise hoch, da die Lohnnebenkosten in den letzten Jahren stärker gestiegen sind als der eigentliche Lohn. Das wiederum macht den Wirtschaftsstandort Deutschland zunehmend unattraktiv. So wird bereits seit den 1990er Jahren gefordert, durch effektive Reformen im Bereich der Sozialversicherung die Lohnnebenkosten zu reduzieren.

 

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