Aktuelle Auswirkungen der Rente mit 63

von Newsredaktion

Rente

Das Institut der Deutschen Wirtschaft stellt der Rente mit 63 ein schlechtes Zeugnis aus und befürchtet, dass damit dem Arbeitsmarkt viele Fachkräfte aus dem naturwissenschaftlichen und technischen Bereich entzogen werden.

Umstrittenes Arbeitsmarktprojekt Rente mit 63

Seit 2014 gibt es nun die Rente mit 63 und ist seitdem umstritten. Eine neue Studie zeigt nun die offensichtlichen Auswirkungen des Arbeitsmarktprojekts. Zum einen kritisieren die Experten, dass durch die Rente mit 63 Beschäftigungserfolge der Mitarbeiter im Alter 60 Plus zunichte gemacht werden, zum anderen verschärft sich dadurch der Fachkräftemangel in der wichtigen Berufsgruppe der naturwissenschaftlich-technischen so genannten Mint-Fächer. Mit der Rente ab 63 ist es möglich, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigte vorzeitig und ohne Abschläge in Rente gehen können, sofern sie mindestens 45 Jahre Berufsjahre bzw. damit Beitragsjahre vorweisen können. Allein in den letzten Monaten brach laut Studie die Zahl der Mitarbeiter in den Berufen des mathematisch-technisch-naturwissenschaftlichen Bereichs um 8,5 Prozent ein.

Demographischer Wandel und ungedeckter Bedarf der Wirtschaft

Experten rechnen vor, dass die Rente mit 63 den Trend des Fachkräfte-Mangels in diesem Bereich noch verschärft hat. Gleichzeitig mahnen sie, dass diese Entwicklung absehbar war und keine Überraschung ist. Denn von der Rente mit 63 profitieren laut Experten vor allem Facharbeiter der Industrie. Dabei handelt es sich vor allem um Männer mit gut bezahlten Vollzeitstellen ohne Unterbrechungen im Erwerb. Gleichzeitig steigen zwar die Zahlen der Absolventen an den Universitäten in den Mint-Fächern, Facharbeiter wie Mechatroniker oder Zerspanungsmechaniker sind nach wie vor begehrt. Bei diesen Facharbeitern ist derzeit auch keine nennenswerte Zuwanderung zu erkennen, wie etwa bei den Ingenieuren, was den Fachkräftemangel entschärfen würde. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet weiter vor, dass derzeit auf Fachkräfte in der Metallerzeugung beispielsweise 100 Bewerber auf 105 offene Stellen kommen. Bei den Energie- und Elektrotechnikern kommen 185 offene Stellen auf 100 Bewerber. Damit kann der aktuelle Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich nicht gedeckt werden. Dazu kommt: Der demographische Wandel verschärft diesen Trend, denn immer weniger Jugendliche machen eine entsprechende Ausbildung und ziehen ein Studium vor.

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